Donnerstag, 10. Juni 2004
Touchpads
sind neumodisches Teufelzeug, die die Arbeit einer ganzen Stunde durch Fehlinterpretation eines vorbeihuschenden Schattens vernichten können.
HASS!
Dann erfährt heute eben niemand, was ich über Lt.Gen. Percival und sein Zitat "Verteidigungsanlagen sind schlecht für die Moral" (kurz darauf fiel Singapore, das Percival eigentliich verteidigen sollte, schutzlos in die Hände der Japaner. Die Insel hatte nämlich an ihrer Nordseite keine Verteidigungsanlagen), meinen geizigen Ex-Chef (der trotz [oder wegen?] seines ungebändigten Geizes immer gerne und gierig alles in sich reinstopfte, was auf Geburtstagsfeier im Kollegenkreis angeboten wurde. Bis er mal eine große Hand voll Verpackungs-Chips aus einer eigens für ihn präparierten Kartoffel-Chips-Schale ungebremst in seinen Mund stopfte) sonst noch so zu sagen hatte.
Ok, vieleicht ist es auch besser so.
Na gut, es IST besser so.
Ein jeder kehr vor seiner Tür, er hat ja Dreck genug dafür, oder so.
Ich mag das Touchpad trotzdem nicht.
Die Woche entwickelt sich
Hm, wenn der 5000 Euro-Fernseher plötzlich nicht mehr angeht:
-freuen, weil Fehler noch in der Garantiezeit aufgetreten ist
oder
-ärgern, weil billiger Mist teuer verkauft wurde und der Defekt jetzt ausgerechnet so kurz vor der EM kommen musste
oder
-freuen, weil der Defekt jetzt so kurz vor der EM auftritt, an der eine grottenschlechte deutsche Elf teilnimmt und man so wenigstens keine Zeit verplempert, diesen Deppen beim Verlieren zuzusehen
oder
-ärgern, weil das ja jetzt überhaupt nicht in die Terminplanung passt
oder
-freuen, weil man genug Kraft bekommt, alles zu ertragen, wie ich vor wenigen Tagen (blumig formuliert) an dieser Stelle schrieb?
Tendiere zur Freude.
Verrückte Welt, in der ich lebe. Also wirklich.
Donnerstag, 10. Juni 2004
Alles, alles Gute
Alles, alles Gute zum 70. Geburtstag, meine geliebte, kleine Ente.
Llieber Donald, danke für alle die schönen Stunden.
”Und lieg’ ich dereinst auf der Bahre,
dann denkt an meine Guithare,
und gebt sie mir mit in mein Grab.“ Donald Duck
So bitte auch bei mir verfahren.
;)
Mittwoch, 9. Juni 2004
Glasierte Kerls
"ich will nicht unter perversen Oberbegriffen bei Google gefunden werden!".
Rasier dich selber, du Schmock. Empfehle Brandrodung.
Das ist dann auch heiß, Ferkel.
"It's hot, dude.", sozusagen.
Würg.
Filz und andere Probleme
Heute war der große Tag: Ich habe meinen Rechenknecht zu Atelco gebracht.
Sollen die sich doch mit dieser Primadonna herumärgern.
Nachdem ich mit dem Taxifahrer während der Fahrt ins Gespräch über Computer gelange, offenbart er mir nach wenigen Minuten, dass er sich ein Centrino-Notebook von Acer gekauft hat. "Sehr vernünftig, gute Wahl" lobe ich den PC-Neuling. "Für meine Zwecke ist der optimal", sagte er mir, "denn ich will damit mein Horoskop berechnen". Zack, schon war ich sprachlos. Ein Notebook zum Berechnen eines Horoskopes.
Wieso glauben Menschen tatsächlich, Ihre Zukunft ließe sich berechnen?
Abenteuerliche Vorstellung.
Beim Händler angekommen schraubte der fleissige Techniker erstmal meinen Rechner auf. Soll er doch, dachte ich mir, aber finden wird er bestimmt nur was, wenn er endlich mal intensive Benchmarks startet.
Peinlich, als er dann im Triumpf aufheulte: "Na, dass erklärt ja einiges", dabei mit seinem langen Schraubenzieher auf meinen CPU-Lüfter deutetend. Darunter war eine dicke, geschlossene und verfilzte Staubdecke, die vermutlich den Prozessor bei jeder Belastung ordentlich zum Glühen brachte.
"Wenn sie bei so einen heißen Wetter mit Pelzmäntel malochen müssten, dann würden sie aber auch schnell zu streiken anfangen." belehrte mich der Schnurrbartträger
Oller Klugscheißer, hrmpf. ;)
Kurz darauf war der Staub weggepustet (oh Pressluft, du Zauber jeder Werkstatt), neue VIA 4in1 Treiber installiert, Zone-Alarm deinstalliert( "ZONE-Alarm, oh nein. Das hilft überhaupt nichts. Ändern Sie lieber die Einstellungen ihres Betriebssystems!"), Grafikkarte getauscht, Soundkarte eingesetzt und siehe da: jetzt fing der Windows-Explorer an rumzuspinnen.
Doppelklick auf einen Ordner und de Hund fragt tatsächlich, womit er dieses PROGRAMM öffnen soll. Und anschließend ignorierte die neue ATI-Karte fleissig alle Änderungen an de Bildwiederholfrequenz.
Dieser Rechner hat mich heute wirklich geschafft.
Ende vom Lied: Kiste völlig genervt bei Atelco gelassen und XP bestellt. Samstag geh ich da hin, und wehe, wenn dann nicht alles picobello läuft. Schnaub.
Zuhause angekommen witterte mein neuer Labtop jetzt natürlich seine Chance und ließ sich ins Spiel meines Lebens einwechseln. Seit drei Stunden erfüllt er mir bereits dienstbar schnurrend alle Wünsche ohne Murren und Knurren. Gut Freund, das Labtop.
Nur den Erfinder des Touchpads würde ich gerne mal einen in den Hintern verpassen, aber so ordentlich. Schatten ist keine Berührung. Merken Sie sich das bitte.
BTW: Ich hätter das Touchpad ja oberhalb der Winz-Tastatur verlegt, aber mich fragt natürlich niemand.
Ach, was solls: ich verzeih dir deine kleinen Macken, du schnuckeliges Laptop.
So, jetzt ist für die nächsten sechs Stunden strammer Matratzenhorchdienst angesagt Was sein muss muss sein, der Tag fordert seinen Tribut.
Gute Nacht.
Dienstag, 8. Juni 2004
Dark knights are gathering, hiding away
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Wer hat gesagt, dass es leicht sein bzw. werden würde?
Tröstend und ermutigend, dass die Antwort schlicht "Niemand" lautet.
Irgendwie hat sich die rhetorische Frage zu einer Art Schlachtruf für mich entwickelt.
Niederschmetternden Ereignissen oder Erlebnissen mit dieser Frage die Dramatik, oder besser: den Wind aus den Segeln zu nehmen.
Grimmig zurücklachen. Die Prüfung triumphierend annehmen. Sich für das offensichtliche Ungemach fröhlich bedanken. Das funktioniert natürlich nicht sofort. Beim Tinitus z.B. hat es bestimmt drei Tage gedauert, bis ich die richtige Antwort gefunden hatte: "Mehr hast du nicht drauf, um mich aus der Bahn zu werfen?". Das nächste Gefühl war, als würde ich inmitten bester Gesellschaft zum Kampf marschieren. Sehr erfüllend, irgendwie unwirklich und zugleich sehr erhebend.
Zitat eben beim Blättern entdeckt. Trifft es eigentlich ganz gut:
"Es gehört zu den schwierigsten und köstlichsten Feinheiten des Lebens, dass wir gewisse Dinge mit tiefem Ernst wahrnehmen und doch die Kraft und den Willen aufbringen müssen, leicht wie im Spiel damit umzugehen"
(C.S.Lewis).
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Thousands of angels, rise to be near. I see the shadows fly everywhere.
(Sea of Dreams / Land of Flames)
Sonntag, 6. Juni 2004
Was Russen wissen
"Things are getting better. Well, maybe not as good as yesterday, but definitely better than tomorrow!"
(old Russian joke)
Samstag, 5. Juni 2004
This means war
Vor 60 Jahren landeten allierte Soldaten in der Normandie.
400 Meter Starnd hinauf, ungeschützt dem MG-Feuer entgegen.
Freie Menschen starben in einem fremden Land für fremder Leute Freiheit.
Diese Fremden nun hatten wenige Jahre zuvor mit den Motto "Peace for our time" & "Sterben für Polen?" sich selber als wahrliche Pazifisten geoutet.
Nach 1945 bekamen sie Freiheit und Frieden.
Die allierten Soldaten am Omaha-Beach bekamen den Tod.
Friedensmacht Europa? Bei diesen Wahlspruch der SPD wird mir Angst und Bange.
Samstag, 5. Juni 2004
So kann es gerne weitergehen
Neue Musik.
Gute Musik.
Verschickte Musik
Ein Gläschen Rotwein.
Und draussen prasselt der Regen gegen die Scheiben.
Seufz.
:o)
Afterburner
Falsch gedacht.
Weder das Sega-Uralt-Simpel-Ballerspiel (wobei der 360°-roll-Stahlkugelautomat in London schon erste Sahne war. Der Start vom Pixelflugzeugträger begann immerhin gleich mit einem Looping. Huuui!) noch die TAB-Taste aus Wing Commander ist gemeint.
Mal wieder Pizza Arrabbiata mit leckeren Peperonis, scharfem Dingsbums, Zwiebeln, frischen Pilzen und Knobi. Schön scharf. Nach dem Verputzen der Pizza (das ist die Beste in ganz Bremen, ehrlich. Direkt vor dem Platz, auf dem einst die St. Ansgarii Kirche stand) den Schmerz und das kribbelnde Feuer an Zunge und Gaumen 5 Minuten schwellen und kribbeln lassen. Wunderbar.
Wenn die Augen aufhören zu tränen und der Schweiß auf der Stirn langsam zu trocknen anfängt das ganze mit Cappuccino ablöschen.
Wenn schon ...
... einen Leibwächter, dann bitte diese Kampfmaschine.
Denn die
Schönes Wochenende!
