Mittwoch, 14. September 2005
Ich hätt' gern- 'nen Biersee, so groß wie - den Salzsee, trallala
Deutschland, und allen voran mal wieder Bayern, hält einen neuen Rekord:
Das stärkste Bier der Welt kommt
-Applaus, Applaus-
aus Stoiberland.
Allen Leserinnen und Lesern möchte ich ob des nun folgenden Fotos
allerdings "aufs wärmste" empfehlen,
sich etwaig-aufgekommender Komakonsum-Phantasien
hartnäckigst zu wiedersetzen.
Ach so, und ein "trau-schau-wem" kann ich jetzt auch noch mal rausposaunen, wo ich grade dabei bin.
"Jeder Mensch,
braucht einen Freund,
einen Menschen
für Freud und LEID ...
Bist du allein,
(Biiiest du alaaaain)
wer kommt sofort?
(Wer kooommt sofooort?)
...
und wenn du hilflos draussen liegst,
wer öffnet dir dann die Tür?
Deii (dei) - ine Freunde hier (hiääär).
Und gehst du traurig durch das Land,
wer reicht dir die Hand?
...
.... dei - hiii! - näää - he! Freunde, hier!
(hiii- iier)
Ein guter Freund ist wertvoller als ganz viel Geld,
ein guter Freund ist das doch das allerschönste
auf der Welt -
(auf der Wää - äält)
...
(auf der Wäää - äählt)
...
(frei nach den Geiern aus Disneys Dschungelbuch intoniert)
(hüstel)
TV-Wahlrunde
Arroganz, klebrige Lüge und Selbstverliebtheit, deine Farbe ist rot-grün.
Sonntag, 11. September 2005
Pisa, oder die gerissen-dummen Schüler
Als ich gestern für ca. eine halbe Stunde beim ARD-Pisa-TV-Showchen hängen blieb, da dachte ich so zu mir, Claus, dachte ich, wenn die deutschen Schüler clever sind, dann machen die bei den Pisa-Testreihen immer ein auf "dumm wie ein Stück Graubrot".
Was sonst kann eine Verbesserung des Bildungswesen, höhere Schuletats und mehr individuelle Förderung bewirken wenn nicht katastrophale Testergebnisse, die öffentlich wahrgenommen und diskutiert werden?
Wer weltspitze ist, der erntet nur Politiker, die sich mit den Ergebnissen brüsten, sich gegenseitig auf die Schulter klopfen und anschließend die Bildungspolitik mit "ach, das läuft schon" unter ferner liefen ablegen.
Pisa-Check am Sonntag nachmittag:
woher kommt der Begriff "ferner liefen"?
Freitag, 9. September 2005
solche und solche
Schreiende, kleine Kinder im Alter von 2-4 Jahren.
Schrill schreiende Kleine Kinder.
1 1/2 Stunden lang auf engsten Raum in der beängenden Nähe eines Großraumabteils.
Wenn man es übersteht:
schreiende Kinder im Supermarkt.
Und heute morgen?
Fetti im Anzug (oder war es ein Zelt aus edler Stoffbahn) setzt sich neben mich. Und plötzlich kuschelt sich sein Bein an meins. Ich ziehe mich dicht an die Zugwand zurück.
Eine Kurve später kuschelt sich sein Oberschenkel bereits wieder an mein Bein. Er sitzt jetzt entspannt.
Mittwoch, 7. September 2005
Schnappi, Happs, oder: Haste jetzt davon! Do!
"Seit 5:45 wird jetzt zurückgeschossen" war mein erster Gedanke, als ich den unten folgenden Bericht über die neuste Entwicklung im Anti-Terror-Kampf gelesen habe.
Vom Ansatz her zumindestens eine Idee, auf die die Menschheit hätte früher kommen können. Nach dem Motto "Gewalt erzeugt Gegengewalt".
Ach was kritzel ich hier, lesen Sie es doch selber.
Das Anti-Vergewaltigungs-Killerkondom ist da!

Montag, 5. September 2005
TV-Duelle
und ihre Nachwehen:
da standen doch heute morgen im Bremer Hbf SPD-Fanatiker rum, die mir einen Pamphlet in die Hand drücken wollten.
Wenn ich das aus dem Augenwinkel richtig gesehen habe, ging es dabei darum, mir Deppen die "richtige" Lesart zum Ausgang des TV-Duells von gestern abend klar zu machen.
Vielen Dank auch, denken und interpretieren tue ich lieber alleine, dass lasse ich mir nur sehr ungern vordiktieren.
Bin ich Bild-Leser, oder was?
Schlimm genug, dass mir der unerträgliche Müntefering in den letzten Monate die Zorneswut aus den Ohren dampfen liess.
Übrigens: für mich war Frau Merkel Gewinnerin des Abends. Unser aktueller Bundeskanzler hat mir keine Perspektive ("weiter wie bisher"? Na vielen Dank...) auf den Zukunftshorizont malen können.
Und dieser "ich liebe meine Frau"-Satz. Oh Hilfe. Und wenn nicht mehr, dann steht da eben bald Frau Schröder Nummer 5 an seiner Seite.
Sonntag, 4. September 2005
Kurz und knackig: 11:14
Momentan laufen ja nicht allzu viele gute Filme in den Kinos (meiner persönlichen Einschätzung nach).
Eine löbliche, wenn auch etwas kurze Ausnahme ist hier 11:14.
Schwarzer Humor vom Feinsten, dargeboten in Episodenhäppchen, die am Ende alle irgendwie miteinander zu tun hatten.
Kunstvoll verwebte, kurzweilige Unterhaltung.
Samstag, 3. September 2005
Sturm (im Wasserglas)
Ich möchte an dieser Stelle ebenfalls einladen, für die Opfer des schrecklichen Unwetters in den USA zu spenden und verweise gerne auf den folgenden Link:
Liste von Hilfsorganisationen
Ich habe bereits versucht, meine Euros über den Link der Heilsarmee weiterzureichen.
Die Seite war bedauerlicherweise
Muss mich jetzt nur noch entscheiden, ob ich drei Wochen auf die Kreditkarten-Abrechnung warte oder ob ich auf Verdacht einen zweiten Versuch starte.
<klick>
Nehmen wir also dann das Rote Kreuz. Im Zweifelsfall habe ich dann halt für eine gute Sache mal einen Betrag geopfert statt gespendet (Opfer tut weh, Spende - naja).
Bevor sich jemand über irgendwelche Bush-Zitate künstlich (und typisch deutsch) aufregt, sollte er meiner Meinung nach auch erstmal selber den Opfern geholfen haben. Das aber nur so am Rand (ja, das war der "im Wasserglas"-Bezug).
Bügelfrei
Und dann war da noch der Reinigungsbesitzer aus dem Nahen Osten, dem ich brav immer meine Hemden zum Säubern und anschließendem Kantenglätten überlasse, der sich bei der gleichlautenden Erwiederung meines Eingangsgrußes vermutlich genauso befremdet gefühlt hatte wie ich, als ich seine zögerlich-leise Antwort vernahm:
Claus: Moin!
Kraushaarige Unsicherheit : m-m-mmm-moin
Der Abschied fiel uns beiden dann doch leichter
Fürst von Bagdad: Ein schönes Wochenende!
Wochenender mit 8 gebügelt, gelegt und eingeschweißten Hemden: Danke, wünsche ich Ihnen auch.
Diese Abschiedsfloskel muss international wohl doch noch immer eine höhere Emotionsgleichheit auslösen als der typisch norddeutsche "passt-immer"-Gruß.
Und es war Sommer
Ich, in kurzer Hose und T-Shirt, vor dem Frischfleisch-Tresen des Comet Markts Wachmannstraße.
Von hinten und links umstellt mit Lambertz Paletten voll Pfeffernüsse, Printen und Zimtsterne.
Seelische Grausamkeiten.
Aber wie stellte Sandra Boynton schon so richtig zum Thema (und ich denke, dass ich das auch auf alle weiteren Süsswaren und Gebäcke ausweiten kann):
Schließt die Existenz von Schokolade die Vorstellung eines freien Willens (nicht) aus?
