Samstag, 5. Februar 2005
Ahoi
Ahoi sollte eigentlich die Standardbegrüßung bei Telefonieren sein. Zumindestens stellte sich das
Herr Alexander Bell so vor.
Wo wir schon bei der christlichen Seefahrt sind: Niemand ist eine Insel,
Nun denn. Also keine Insel. Wie wäre es dann dann mit Anker?
Tief im Modder des Meeresgrunds vergraben, am Ende der Ankerkette eines unterbesetzten aber über Gebühr benutzten Signalschiffes.
"Claus!"
Ja?
"Dann heul doch!"
Och nö, dann Wein ich lieber.
Jetzt gibt es erst mal Tee, Brötchen und DVD.
Immerhin ist Wochenende.
aus zwei mach eins

Fusion wohin man blickt:
jetzt ERF und CINA!
Samstag, 5. Februar 2005
Gestern Nacht: Betthäschen
Ein Betthase flauscht, wenn man nach langem hintersichgreifen und suchen endlich das Pfötchen gefunden und sich beim aus dem Rückenbereichziehen das Schlappohr unerwartet über das Gesicht gezogen hat.
Und da in dunkler Bettfinsternis der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind, knuddelt man anschliessend das kleine Fell für diesen Freundschaftbeweis um so liebevoller an sich....
Mittwoch, 2. Februar 2005
Wie blöd darf ein deutscher Kanzler eigentlich sein?
Egal, immerhin wurde dieser Mann ja bekanntlich von der breiten (hicks) Masse des deutschen Volkes gewählt:

Dienstag, 1. Februar 2005
Spät
duschen
gut schnuppern
Tee kochen
Kuchen schneiden
Wärmflasche bereiten
Fernsehkucken
Tee & Kuchen genießen
Musik hören
Blog schreiben
schlafen gehen
dankbar auf den letzten Tag zurückblicken
Montag, 31. Januar 2005
Musikabend
Hurraa, meine Bestellung aus den Staaten ist angekommen. Mit wirklich fantastischer Musik, mit signiertem Cover und OHNE ZOLL! Eisley ist übrigens sehr schöne Musik, die ich nach dem ersten Hören jetzt mal als Mischung aus Sixpence none the richer und The Mamas and The Papas bezeichnen würde.
Fein, fein, fein.
Genau das richtige, um meinen Iriver H340 so richtig unter Beschlag zu nehmen.

Sonntag, 30. Januar 2005
Wer anderen eine Grube gräbt
edit
der kann ernsthaft zu Schaden kommen.
Vergleiche zu später Stunde
Irgendiwe werde ich den Gedanken nicht los, dass Bier und Wein sich unterscheiden wie Krieg und Frieden.
Ob das an der Kohlensäure liegt?
Samstag, 29. Januar 2005
Erst sehe ich rot, und dann auch noch schwarz
Beim griechischen Imbiss im Bremer Hbf verkauft man Beck's zu 1,50 Euro je Dose. Wenn man mal davon absieht, dass Verkauf wie Konsum von Dosenbier ja nun an und für sich schon etwas verwerfliches ist, ist daran ja erst einmal noch nichts weiter aussetzen.
Die Situation ist in dem Moment eine völlig andere, wenn ein prominenter Bremer Bürger dann Samstags mit zwei dieser Dosen an der Kasse des EuroSpar abgwiesen wird, weil auf den Büchsen kein "P" (wie Pfand) vorhanden war.
Zwei ungläubige Blicke später steht dann fest, dass da jemand "betuppt" wurde (wie die Kassiererin so wissend wie bedauernd sagte).
Der betroffene Samstagseinkäufer stapfte also die 200 Meter weiter zum Hauptbahnhof und plüsterte sich vor "Kostas Imbiss" auf.
"Guten Tag. Diese zwei Dosen habe ich bei Ihnen gekauft. Ich hätte gerne meinen Pfand zurück"
"Tut miirr laiht, abber die khönnen wiirr niechtt zuruck nähmän. Die habbän kain Päh wie Pfahnd darauf."
"In Deutschland besteht aber doch Pfandpflicht für Dosen."
(Besserwisserisch:)
"Wänn auf unserän Dohsän Pfand drauf wäre, würden die Dohsän ja einfunfundsiebzich statt einsfunfzich kostän.
Sie könnän ja versuchän, die baim Spar da drübben ainzuhtauschen."
(geschnaubt vorgetragen:)
"Da komme ich grade her. Solche Dosen dürfen Sie die doch gar nicht mehr verkaufen!?!"
"Doch, dürffän wihr. Das sind noch Rästbestände"
Daraufhin schob ein reichlich angefressener Samstagseinkäufer erstmal bedröppelt wieder ab, feuerte die Dosen in den nächsten Abfallbehälter, ging ein paar Schritte, blieb stehen und sah rot.
Es folgten Nachfrage bei zwei in der Nähe liegenden Geschäften, deren Antworten den Grimm erneut und um so mehr anfachten. Also wurden die Dosen wieder aus der Mülltone gefischt, erneut gesichtet ("brewed and imported from Germany") und ein imperialer Auftritt am Servicepunkt der Deutschen Bahn ("ich will mich über einen ihrer Mieter beschweren") abgelegt.
Mit dem Beschwerdeformular der "am besten Sie machen das schriftlich, wenn ich das mache, passiert in der Regel nicht viel"-Arbeitsverweigerungsfee der DB AG dann zurück zu
"Hören Sie mal (wedelt mit dem DIN A4-Bogen für Beschwerden in der Linken und den durch den Mülltonnenbesuch leicht verschmitzten Dosen in der Rechten), wenn Sie hier Dosen ohne Pfand verkaufen, dann ist mir das eigentlich egal. Nur wenn Sie ihre Käufer darüber nicht informieren, dann gibt es da ein Wort dafür, und das heißt Betrug."
(diesemal ein anderer Verkäufer, der erst etwas verstört kuckt und beim Anblick der Dosen sofort antwortet)
"Tut mir laid, abberr auf diesän Dosen ist kein Pfand drauf!
"Ja, das habe ich auch schon festgestellt. Ich bin nur hier, um mir noch einmal den genauen Geschäftname für meine schriftliche Beschwerde abschreiben zu können"
(Verkäufer macht einige Gesten in den uneinsehbaren hinteren Bereich des Lokals. Kurz darauf schluft ein ungepflegt wirkender Südländer heran.)
"Woh isst dahs Problämm?"
"Das Problem ist, dass Sie hier offensichtlich Bierdosen reimportieren und dann zwecks Gewinnmaximierung ohne Pfand verkaufen.
"Sie wollän Pfand?"
(nimmt 50 Cent aus der Kasse und legt Sie auf den Tresen)
"Hier habän Sie Ihrän Pfand. Warum rägän Sie sich eigäntlich so auf?"
"Ich rege mich auf, weil mich zwei Ihrer Angestellten deswegen bereits schon einmal abgewiesen hatten".
Dieses eiskalt wie schneidend ausgesprochen nimmt der Kunde die Münzen, lässt das unausgefüllte Beschwerdeformular und die leeren, dreckigen Dosen auf dem Tresen zurück und geht.
Vieleicht war der Kunde ja kleinlich, aber die Ansammlung der kackfrechen Antworten ("dann hätte die Dose ja 1,75 gekostet" etc.) hatten das Faß einfach zum Überlaufen gebracht.
Hätte sich dieser Bremer Bürger nach dem ersten Dosenwegwerfen nur noch zornig nach Hause getrollt, er würde wahrscheinlich noch in fünf Jahren versuchen, sich sich hierfür in den Hintern zu beissen.
Zwar etwas betrübt, sich wegen einer so geringen Summer mit soviel Wut und Aggression in Angriffsposition begeben zu haben, aber ob des Sieg der Gerechtigkeit deutlich getröstet sitzt er nun vor seinem Monitor und bereitet sein 16:45 h Frühstück zu.
Für
Ich wollt ich wär ein Huhn
oder noch besser eine Ente.
Dann hätte ich mein Federkleid samt Daunen immer an und um mich, allzeit bereit für ein kuschliges kleines Schläfchen.
Zwischendurch würde ich mich von netten alten Damen mit Brot füttern lassen oder vor Bäckereien so lange auf und ab watscheln, bis man mich zur genüge mit Rosinenbrötchen und anderen Leckereien bedacht hätte.
Und zu guter Letzt würde es mir sicherlich dann auch niemand ernsthaft übel nehmen, wenn ich ihm mal so ordentlich vor die Haustür - ach, lassen wir dass...
Schönes Wochenende!
Quak.
