Donnerstag, 31. August 2006
Sachen, die man nicht sehen möchte
Erst dachte ich ja, dass mein Abend ein paar Abstriche in der B-Note durch das fallengelassene Pflaumenmusbrot erhalten würde

(versteht sich von selbst, dass diese Dinger grundsätzlich mit der falschen Seite aufprallen, erst Recht, wenn man im Reflex danach greift und es sich dadurch dann frontal auf T-Shirt und Schmusedecke klatscht).
Und dann sah ich gegen 00:00 h im NDR eine Reportage aus dem iranisch-afghanischen Grenzgebiet aus dem Jahr 2002.
Es ging um Kinder, die außer dem Koran so gut wie nichts lernen können.
Ich war völlig am Ende, als sich in der einen kleinen Mädchenschule ein totalverhülltes Mädchen weigerte, für den (reinen Mädchen-)Unterricht ihr Gesicht zu entschleiern. Das wäre Sünde.
"Der Prophet hat für seine Frau eine Kiste gebaut und sie dort eingesperrt.
Ab und zu kam er vorbei und roch an der Kiste.
Hat Mullah Omar gesagt. "
Den eigenen Namen nennen? "Sünde."
Das Gesicht zeigen? "Sünde."
Warum?
"Der Prophet hat für seine Frau...
Hat Mullah Omar gesagt."
Irgendwann am Ende des Beitrages hat das kleine Mädchen dann doch das Gesicht entschleiert. Die beste Freundin hatte vorher alles versucht, sie umzustimmen ("Ja, es ist eine Sünde, aber sprich doch nach der Schule am Grab deines Vaters 10 Gebete, dann wird Allah dir vergeben"), da ohne freie Sicht nach vorne am Unterricht nicht teilgenommen werden durfte (zurecht).
Mit dem unverschleierten Gesicht endeten die bewegten Bilder.
Diese Kinder hatten das Pech, in Afghanistan geboren worden zu sein.
Ich wünschte, dass meine Regierung mehr für diese Kinder tun würde.
Deutsche Schulen für die Welt. Warum machen wir das nicht.
Mullah Omar. War vemutlich selber mal ein kleines hilfloses Kind, dass in einer dieser verdammten Koranschulen schon im zartesteten Kindesalter konditioniert wurde.
Solange diese armen, armen Menschen dort weiterhin flächendeckend arm und ungebildet bleiben, dabei weiterhin noch obendrein dermaßen verdorben werden, solange kann es einfach niemals ein friedliches miteinander der Menschen dieses Planeten geben.
Absolut unmöglich.
Ich hoffe um dieser armen, armen Menschen willen, dass der Iran-Atom-Konflikt nicht durch eine Invasion des Iran beendet wird.
Da ich allerdings auch nicht glaube, dass dieser iranische Dr. Strangelove jemals für logische, vernünftige oder sonstwelche Argumente zu gewinnen sein wird, bleibt da ein ungelöstes Dilemma.
Ich wünschte, ich hätte eine gute Antwort.
Aber die einzige, die mir einfällt -
Wie gesagt: und ich dachte schon, dass mir ein an die Brust gepatschtes Pflaumenmusbrot heute den Abend vermiesen würde.
Weit gefehlt.
Sonntag, 27. August 2006
Sensationelle Neuigkeit
Endlich:
Friedenslösung für den Nahen Osten, ach was red ich, die ganze Welt gefunden!
Guckst du selbst.
Freitag, 25. August 2006
Frosches Wochenende!
Freut euch mit mir, und ausserdem ist gleich Wochenende.
:o)
Freitag, 25. August 2006
Von Zwergen und Planeten
Ein Bild sagt einfach doch mehr als 1000 Worte .
Saure Äpfel
Kann mir jemand verraten, wie ich im amerikanischen iTunes-Shop einkaufen kann?
Geht das wirklich nur unter Vorspielung falscher Tatsachen (eigene US-Adresse vorgaukeln) und der Verwendung von im Internet ersteigerten Geschenkgutscheinen?
Soviel zum Thema "freier Handel", grummel.
Mittwoch, 23. August 2006
Schlaune Lechte
Mir gefällt es nicht, dass hier islamistische Wirrköpfe studieren, die ab und an mit Bomben spazierenfahren.
Mir gefällt es nicht, das islamische Würdenträger Stützen beim organsierten Massenaufruhr gegen dänische Karikaturen und Träger im Verurteilen von Gewalt und Selbstmordattentaten sind
Mir gefällt es nicht, dass eine den Holocaust leugnende Regierung ihre Atomforschung mit der linken Hand für friedliche Nutzung verteidigt und mit der rechten den Jackpot an die Hinterblieben von sogenannten "Märtyrern" auszahlt.
Mir gefällt es nicht, wenn meine Regierung (ausgerechnet) Appeasement für eine Lösung hält.
Mir gefällt es nicht, überall von Videokameras beobachtet zu werden.
Mir gefällt es nicht, in Bahnhöfen und Zügen zu mehr Wachsamkeit aufgerufen zu werden. Dazu jetzt mal ein kleiner Tipp, liebe Behörden: der Feind hört mit. Während ihr den nächsten Kofferträger durch die Straßen der Stadt jagt, steigt der Herr mit dem am Körper getragenen Sprengstoffgürtel iin naher Zukunft vermutlich unbehindert ins Abteil seiner Wahl.
Mir gefällt es nicht, dass ich nun stellenweise schon selber sicherlich äußerst liebenswerte Mitmenschen misstrauisch zu beäugen beginne.
Mir gefällt es nicht, dass ich durch solch gegnatztes und unbarmherziges Gekritzel soviel Zeit verbraten habe.
Und das darüber nun auch noch mein Tee und die Toastscheiben in der Küche kalt geworden sind.
Montag, 21. August 2006
Altersarmut vermutlich
Nachdem ich den Alterstransformer, den ich via Herrn kaliban entdecken konnte, ausprobierte, blieb mir für meinen späteren Werdegang im gehobenen Alter nur eine Deutung übrig:
deine Zukunft sieht irgendwie dreckig aus, mein lieber Claus.

Sonntag, 20. August 2006
Glück
kann heißen, an einem Sonntag gegen 18:00 h frisch geduscht, abgeflauscht, in Gesundheit und frischer Luft Nudeln und Spaghettisoße auf dem Feuer zu haben und über den Film fürs abendliche DVD-Vergnügen zu sinnieren.
Was Sie jetzt hier niocht lesen konnten, war mein tiefes, entspanntes, friedliches Einatmen.
