Sonntag, 18. April 2004
Schach und Würfel
ist eine Kombination, die ziemlich wenig Sinn ergiebt.
Hier eine weiteres Beispiel:
Während ich surfte und über meinen Blogbeitrag brütete, wandelte ich nebenbei CDs in MP3s um, hörte das laufende Radioprogramm mit Fußballberichten und nerviger Popmusik, spielte dabei am Gameboy Advance Wars 2 und trank Tee.
Ergebnis:
genervt (Dudel-Popmusik, und Bremen nur ein lausiges 0:0 gegen Hannover)
gedemütigt (AI watscht meine halbe Aufmerksamkeit locker ab)
gekühlt (der Tee, da ich nicht bemerkte, dass das Teelicht ausgegangen war)
Gespött (ich versuchte tatsächlich, die Gameboy-Einheiten mit meiner PC-Maus zu bewegen, argh)
gestürzt (ab, der PC, mehrmals, warum auch immer, dann halt keine Fotomontage zur Überschrift, gnah!)
Multitasking konnte vermutlich bereits mein alter Amiga 500 besser als ich. Seufz.
Samstag, 17. April 2004
Musik kann so beruhigend sein
Schönes Beispiel dazu bereits in der Bibel, als David König Saul mit Harfenklängen Frieden schenken kann:
1.Samuel 16,23 / Hoffnung für alle:
"Immer wenn der böse Geist über Saul herfiel, griff David zur Harfe und begann zu spielen. Und immer wieder brachte die Musik Saul Erleichterung. Er fühlte sich besser, und der böse Geist ließ ihn in Ruhe".
Wer das selber mal erleben will, dem sei von dieser Stelle Paul Dooley's CD "Rip the Calico" empfohlen.
Wenn Claus diese CD zum Einschlafen auflegt, verwandelt er sich alsbald in König Saul, der müde-ermattet zu seiner Schlafstatt schlurft, das Licht auslöscht und seufzend zurücksinkt, um zu klimpernden Harfenklängen in friedlichen Traumwelten (s.u.) zu entschlummern.
Musik kann übrigens auch äußerst anregend sein.
Beispiel? Aber klar doch:
Wir Deuschen haben ja bekanntlich aus dem C des Ceasar das K des Kaiser gemacht.
Da liegt die Vermutung nahe, dass dieses Hauruckverfahren irgendwann auch mal erfolglos beim C des Claus probiert worden ist. Hat halt nicht funktioniert, so dass wir heute sowohl den C-Claus als auch den K-Klaus kennen.
Ich phantasier einfach mal weiter (Traumwelten halt, s.o.):
a)
Die aufgebrachten Hohepriester der deutschen Sprache waren darüber so erbost, dass sie zur Vergeltung aus dem Cönig einen König machten. Und das mit soviel Grimm und Wut im Bauch, dass der arme Cönig komplett aus dem deutschen Wortschatz verschwunden ist. Vermutlich werden erst spätere Generationen mehrere Säcke voll im Moor versenkter Cönig-Wörter bergen und dieser traurigen Geschichte dadurch den verdienten und vor allem doch auch so offensichtlichen wissenschaftlichen Unterbau liefern.
b)
Wenn ich nun das Wort König so schreibe, wie es sicherlich vor langer Zeit einmal für Jung und Alt Gang und Gäbe war, nämlich mit C wie Cönig, dann würde die Bibel also von Cönig Saul sprechen. Am besten drehen wir die Zeit zurück und ignorieren ab sofort das K, äh, das C, als aufgezwungenen Cunstbuchstaben complett in diesem Beitrag. Eine späte Verbeugung vor unseren längst verschiedenen Urahnen und deren so reinen und überlegenen Sprach-Cultur.
c)
da dieser Eintrag ohnehin bereits viel zu lang geworden ist, cürze ich ab sofort das Wort Cönig mit dem Buchstaben C ab.
Die Bibel würde also von C Saul sprechen, der durch Harfenmusic beruhigt wurde.
d)
Jetzt die Sensation:
CSAUL ist (tadaah) eine Anagram von CLAUS!
Tja, da staunen Sie, nicht wahr?
Ich habe mich in meiner Fehlerhaftigceit und Vorliebe zu Harfen-Einschlafmelodien ohnehin immer an Cönig Saul erinnert gefühlt, aber das mein Name TATSÄCHLICH ein Anagram zu-, also nein, also wirclich, das, ja das übersteigt meine cühnsten Träume!
Music cann ja so anregend sein, jaja.
;) ;) ;)
Mit 99 Jahren, da macht das Fragen Spass
Es gibt offensichtlich einen neuen Radio-Sketch, in dem ein bedauernswerter Polizist mit einer vermutlich gefakten (?) alten Dame zu Tode genervt wird:
MP3-Unwetter-File
edit:Text entnommen, kann man schließlich alles auf der unten verlinkten Seite nachlesen, denn es wurde immerhin auch alles von
dieser Seite entnommen.
Donnerstag, 15. April 2004
Schönes am Donnerstag
-das gute Gefühlt zu teilen, dass bereits Milliarden Menschen seit Einführung der Münzwährungen verspürten, wenn sie viele große Geldstücke in ihrer Hand hin- und herklappern konnten
-die freundliche Begrüßung des Pizzabäckers, der mich seit Jahren mit Doktore und Maestro begrüßt
-der unglaublich wohlige Duft, der im Frühling und Sommer in feucht-frischen, moosigen Ecken vorherrscht
-das Auf! nach zwei Tagen des Tief! zu verspüren
-die edle DVD-Box der SEE-Collectors Editions vom Herrn der Ringe: Die zwei Türme neben die ebenso edle DVD-Box der SEE-Collectors Edition vom Herrn der Ring: Die Gefährten schieben zu können
-bei einem frisch aufgeschütteltem Bett vor Augen in einen frischen Schlafanzug zu hüpfen
hee(Einatmen)-haaaaahhh(Ausatmen) (=entspanntes Seufzen)
:)
edit: und dann wird auch noch Strategic Command II angekündigt. Ausgezeichnet!
:D
Mittwoch, 14. April 2004
Mein Körper
gönnt mir momentan das ganze Spektrum seiner geheimen Funktionen.
Essen nochmal durch den Kopf gehen lassen, frieren, schwitzen, Brummschädel und so manches mehr (naaasty).
Was bleibt sind Arbeit, Pflaumensaft, Kartoffelsuppe und Wärmflaschen.
Wobei letztere drei doch schon Glanzlichter an einen verkorksten Tag sind.
Auf, Töchter, helft mir klagen (oder so ähnlich...).
;)
Montag, 12. April 2004
Küchengau
Kurzer Einblick in einen hochgefährlichen Sicherheitsbereich gefällig?
Spaghetti kochen links, Sauce rechts auf den Herdplatten.
Topf links ist durch einen Deckel fast vollständig bedeckt, Topf rechts ist "oben ohne". Sollte halt 'ne scharfe Sauce werden, eh eh eh. ;)
Spaghetti fangen dann an überzukochen. Was tut der Mann von Welt? Er will den Deckel abnehmen.
Dumm nur, dass beim Zugreifen gleichzeitig die scharfe Sauce blubbernd sexy Geräusche von sich gebend feurige Tropfen an meinen Unterarm spritzt. Der Unterarm war nun jedoch gerade damit beschäftigt, mit spitzen Fingern den Topfdeckel vom Spaghettipott zu hiefen.
Nach dem dritten oder vierten tomatighaltigen Volltreffer löste nun ein genervter Nerv einen Flucht-Reflex aus. Claus hüpft laut "Ay!" schreiend vom Herd zurück.
Der Topfdeckel, der dabei aus der Hand fällt, landet passgenau wieder auf dem Spaghettitopf, nur diesesmal mit dem Griff nach UNTEN, Richtung brodelndes Wasser. Während die Sauce, scharf wie sie ist, sich aufreizend überall in der Küche versprüht, wird die Gefahr durch den Spaghettitopf jetzt wesentlich größer, da er nunmehr fast luftdicht abgedeckt ist.
Der Rest ist Schweigen. Stellen Sie sich einfach einen dieser uralten schwarz-weiß Slapstickfilme vor, in dem ein tolpatschiger Simpel einen Topfdeckel anheben will, an dessen Rand bereits weißer Schaum gen Herdplatte fließt. Er nähert sich, verbrennt/verbrüht sich die Finger, wird von Sauce bespritzt und hüpft schreiend einen Schritt zurück. Dann reibt er sich jammernd Hand und Unterarm und probiert es erneut. Und erneut. Und erneut.
Lösung des Rätsels (nach Versuch vier oder fünf): Erst aufregend scharfe Sauce vom Herd schieben, dann mit Handtuch Spaghettitopf zur Spüle tragen, dort mit Hilfe einer Gabel den Deckel wieder vom Topf bugsieren. Fertig.
Das ist jetzt einige Tage her.
Gestern: Fleischsalatbrötchen geschmiert. Beim Anheben des Küchenbrettes fällt es natürlich runter:
An die Wand, an die Waschmaschinenseite, an Waschmaschinenschläuche, auf den Fußboden (beschmierte Seite nach unten, natürlich).
Heute: Teewasser kocht, leere Tekanne steht bereit. Beim Griff nach dem Wasserkocher stoße ich die halbvolle Weinflasche um, die daraufhin wie ein gefällter Baum auf meine leere Teekanne fällt und eine krachende Schneise ins Glas haut. Dass ich die Weinflasche dann noch zu fassen bekam, bevor selbige noch auf den Fußboden rollen konnte: schon fast ein Wunder (muss daran liegen, dass in der Küche halt kein Teppich liegt. Andernfalls wäre der Wein garantiert zu "Poden" gefallen und hätte einen erstklassigen Fleck hinterlassen. Aber bei schnöden PVC-Boden, da macht der Wein schon mal eine Ausnahme).
ÜBERALL Scherben. Zum Glück hatte ich noch eine Reservekanne, wer will schon einen Liter Tee in Messbechern zubereiten.
Fazit: Meine Küche muss ein verkappter Reaktor sein. All diese Kettenreaktionen sprechen eine deutliche Sprache. Und ich habe mal Angst vor Tschernobyl gehabt. Püh!
Sonntag, 11. April 2004
Deutsche, esst deutsche Bananen
ist bereits schon sehr gelungen, aber der Schmock der Woche
hat mir mal wieder so sehr aus der Seele gesprochen, dass ich innerhalb kürzester Zeit erneut auf den hochgeschätzten Herrn Broder verweise.
Bumm für Wladi
Nachdem ich gestern Abend gegen 20:00 h plötzlich todmüde wurde (sind Frühschläfer[innen] eigentlich ansteckend?) war ich erfreulicherweise gegen 3:30 wieder fit genug, um für den Boxkampf im ZDF wieder aufzustehen. 1,5 h Lobhudelei später (Klitschko hier, Klitschko da, 11:1 Favorit undsoweiterundsofort) ging der der Kampf dann los.
Brewster hat den "kleinen" Klitschko dann in der 5. Runde ins Wochenende entlassen:
So schnell geht das halt manchmal. Egal, was Reporter, Moderatoren und sonstiges Volk vorher so vom Stapel gelassen haben. Eh, eh, eh.
Ach ja: Ich habe in Brewsters Kabine das "I am" Bild gesehen.
Erinnerte mich an den 1. Kampf Holyfield vs. Tyson, in der Tyson mit ein paar Gefolgsleuten in den Ring einlief, die ständig "Allah ist groß" und so ein Zeug riefen, während Holyfield zwar mit einem lila Cape einmarschierte, auf dem sowas wie "mit meinen Gott kann ich alles erreichen" stand, aber auf eine laut gröhlende Gang verzichtete und am Ende ebenfalls Weltmeister war.
He's Risen From The Dead
Frohe Ostern, liebe Leute!
:o)
PS:
Jerusalem/Prophet/Risen=Megalaut jetzt aus meinen Boxen.
Einfach mitreissend.
Freitag, 9. April 2004
Erfüllte Erwartungen
Was kommt pünktlich zu jedem christlichen Feiertag?
Ein blasphemischer Spiegel-Artikel. Mal sehen, warum die meinen Glauben diesesmal wieder durch den Dreck ziehen.
Interessant an dieser Stelle: Den Islam fasst der Spiegel nur noch mit Spitzenhandschuhen an. Nachdem dort einmal ein Bildnis des Herrn Mohammed gedruckt wurde, hagelte es Morddrohungen an die Redaktion.
Ist seitdem nicht mehr passiert (Mr. M. sein Bild drucken). Hatte dazu mal einen wirklich schönen Email-Kontakt mit Herrn Broder.
Vor dem ich heute an dieser Stelle auch mal öffentlich & feierlich meinen virtuellen Hut ziehen möchte.
Und was folgt auf einen Blogbuster im Kino, der weiteres Geld in die Taschen aller Beteiligter spülen soll?
"It's an eye-opening tale told by a Hollywood veteran, of the blood, sweat and tears that went into the making of some of the most ambitious and successful films of all times."
KARFREITAG-SONG
Mein heutiger offizieller Karfreitag-Song kommt von Lordian Guard und heißt "Golgotha (The Place They Call The Skull):
"They placed a crown of thorns on His head
A scepter in His hand
Hail, to the King of the Jews, they said
They did not understand.
Like a lamb to the slaughter
they led Him away as the prophets foretold.
He carried our sins and our sorrows,
to Golgotha, to the place they call the Skull.
Now Satan came to Jerusalem
The death of God, his command
Give us Barabbas, the people said
They did not understand.
Like a lamb to the slaughter
they led Him away as the prophets foretold.
He carried our sins and our sorrows,
to Golgotha, to the place they call the Skull.
For dogs have compassed me
The assembly of the wicked have inclosed me
The pierced my hands and my feet
I may tell all my bones
They look and stare upon me
They part my garments among them
and cast lots upon my vesture (Psalm 22:16-18).
Worthy is He who was slain on the cross
The Messiah, the King of the universe!
Honor and pow'r, glory and might
To the God of the skies, to the Lord of earth!
Every knee shall bow, and every tongue
shall confess the Lord . . .
He is despised and rejected of men
A Man of Sorrows and acquainted with grief,
and we hid as it were our faces from him
He was despised, and we esteemed Him not (Isaiah 53:3)."
Rückfall in alte Verhaltensmuster
1978 - 1988: Osterferien. Claus kommt von der Schule nach Hause. Der Ranzen wird abgenommen und achtlos in die Ecke gestellt. Claus wendet sich den angenehmen Dingen des Lebens zu.
2004: Osterwochenende. Claus kommt von der Arbeit nach Hause.Der Rucksack wird abgenommen und achtlos in die Ecke gestellt. Claus surft kurz das Netz und sieht sich dann "Die Mumie kehrt zurück" an.
Der Fehler:
1978 - 1988 lagen nur Schulsachen im Ranzen (bzw. dem angesagten Aktenkoffer)
Und 2004 erinnert sich Claus bei den heiligen Frühstücksvorbereitungen ächzend daran, dass er nach der Arbeit ja noch Milch, Yoghurt und Butter eingekauft und sorgfältig im Rucksack verstaut hatte. Nein!
Hände zeternd über dem Kopf zusammenschlag:
Bitte lass es nicht schlecht geworden sein, bitte nicht.
