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Samstag, 20. März 2004

Grosse Trauer

Ich bekomme "Quest for Fame" nicht mehr zum Laufen.
Nach den ersten "Gitarren"-Tönen schmiert mir das Programm unter WinME regelmäßig ab.
Und dabei hatte ich solche Lust mal wieder als Aerosmith-Leadgítarrist aufzutreten. Oder Steppenwolfs "Born to be wild" zu klampfen.
Nach "Buzz Aldrin's Race into Space" bereits die zweite echte Perle, die die Zusammenarbeit mit meinem Rechner verweigert.
Ich brauche dringend einen alten Computer. Am besten einen 486 DX100 mit SB 16+Waveblaster und 32 MB Ram. Win 3.11 und Dos 6.2.
16x CD-Rom und einer anständigen Festplatte.

WO IST DIE VERLAUSTE SOFTWAREINDUSTRIE, WENN MAN SIE MAL WIRKLICH BRAUCHT?

Wieso werden die alten Klassiker nur so zögerlich wieder neu aufgelegt?
Bei "Defender of the Crown" hatte ich ja noch gehofft, es würde eine Retrowelle auslösen. Pustekuchen. Stattdessen das 57ste Echtzeit"strategie"spiel und der xte Shooter.

Ich will
Buzz Aldrin
Quest for Fame
Sword of Aragon (SSI)
Paradroid (das Remake hat nur einen Level)
Pirates Gold
Railroad Tycoon I
Lands of Lore I
Wings (scheint ja im Rechtestreit zu sterben...)
Flying Tigers
1942
Battlehawks 1942
Privateer
Sensible Soccer
Epyx Games - Serie
und die Champions of Krynn-Reihe
spielbar auf aktuellen Rechnern haben.
Ohne viele Neuerungen.
Mit minimalen Verbesserungen hier und dort reicht völlig.
Nur SPIELBAR.

Jammernd wehmütig sei. Schnüff. :o(

Erschreckend | 23:16h | 7 Kommentare |comment

 

 

Werner, der Held

Herr Böhm hat seine Vorliebe für Primaten scheinbar noch nicht überwunden.
Oder wie anders kann man sich erklären, dass Eheweib S. ganz hin und weg darüber ist, dass sich W. ihren Namen auf seinen ARSCH tätowieren ließ?
"Kreega, Tarzan bundolo, bundolo! Cheetah, sieh, siiiiieh hier!"
Affenliebe (Weser-Kurier, 20.03.04)
Da haut es einem glatt das Teatime-Marmeladenbrot aus der Hand.

In den Nachrichten | 18:28h | 7 Kommentare |comment

 

 

Streit

Es gibt ständig Streit.
Die Meinungen könnten nicht unterschiedlicher sein.

Körper will Genuss.
Seele will Erfüllung.
Verstand steht genau in der Mitte.

Körper will Verstand ohne Seele.
Seele will mit Verstand den Körper bedienen.
Verstand will sich am liebsten ausklinken.

Zum Ende folgt die Abstimmung.
Körper links, Seele rechts.
Verstand gibt rechts den Vorzug.
Körper gibt Verstand die Erlaubnis zum Ausklinken, was dieser dankbar ausnutzt.
Dann lässt das fette Ende die Waage nach links unten ausschlagen.
Auf den Verstand ist viel zu häufig einfach kein Verlass.

Doch was ist jetzt zu tun?
- den Körper mehr trainieren, im Sinne von Beherrschen lernen?
- die Seele trainieren, im Sinne von Körper und Verstand immer mehr ignorieren?

Frage: wie bekommt die Seele mehr Gewicht?

Erschreckend | 14:52h | 1 Kommentar |comment

 

 

Freitag, 19. März 2004

Freitag

Guter Arbeitstag.
Schneller Feierabend.
Aber Frau quatscht lauthals während der ganzen Rückfahrt. Überraschung: Sie war FETT. Und hatte so spannende Themen wie "und deren Rechnung sah so schlecht aus - Buchhaltung ist ja soo interessant" etc.
Ankunft in Bremen. Nieselregen.
Ein Frau schneidet mir den Weg im Bahnhof. Sie war ...
Zu lange Blogs gesurft, zu spät zur Krankengymnastik aufgebrochen.
Unwetterwarnung.
REGEN. Regen in mein Gesicht, in meine Haare, Regen überall. Ich bin NASS.
Aber NETTE ;) Krankengymnastin. Schlank. Älteren Jahrgangs (50+). Für 30 Minuten trotzdem meine Traumprinzessin.
Dann wieder REGEN. NASS.
Und Abgründe beim Blick aufs Konto.
Wochenendeinkauf.
Beim Leergut (drei Kisten auf Fahrrad bugsiert) von Punks angepöbelt ("ey, Chef, gib uns ma' ne Kiste ab"). Ignoriert und weitergegangen. ("ey, Alter, ich habe mit dir geredet"). Wenn ich mit Affen reden will, werde ich mich rechtzeitig melden...
Schnelleinkauf (zehn vor acht bleibt für ausführliches Shoppen nicht wirklich viel Zeit).
Regen von oben. Regen von der Seite. Regen von vorne. Klatschnass. Na warte, Frühling, dass kriegst du zurück!
Zuhause.
"Plopp"
Leckeres um mich herum.
Gute Musik.
Gute Blogs.
Ich, ich - ich gleite doch tatsächlich entspannt und glücklich

ins Wochenende. Mmmhh... :)

Euch Lesern zwei Tage der Ruhe, der Harmonie und des Lebens, wie es wirklich sein sollte.

Schönes Wochenende!

Freud und Leid | 21:47h | 0 Kommentare |comment

 

 

Freitag, 19. März 2004

The Dream

Ich komme eben aus dem Kino zurück.

Oft habe ich geweint, und oft den Blick voll Entsetzen abgewendet.

Ich bin was Gewalt & Tragik im Film angeht abgehärtet. Wirklich.

Aber diese brutale Ehrlichkeit des Films war für mich sehr oft mehr als ich ertragen konnte.
Und die herzensnahe, herzenszerreissende Tragik hat mich mehr als einmal überwunden.

Diesen Film möchte ich nicht kritisieren oder einstufen.
Für mich war es eine sehr persönliche Erfahrung. Ich habe äußerst realistisch gesehen, was meine Schuld der einen Liebe meines Lebens angetan hat.
Sehr erschreckend, bewegend, anrührend und nah.

Am Ende bin ich dann lange sitzen geblieben. Teils, weil ich den Abspann für mich brauchte, teils, weil ich nicht den Johannesevangelium-Verteilern meiner Gemeinde in die Arme laufen wollte.

Als ich ging, kam mir am hinteren Ausgang dann doch einer der Pastoren meiner Gemeinde entgegen.

Er fragte mich, ob ich ein Johannes-Evangelium haben möchte. Als ich ihm versichere, dass ich eine komplette Bibel zuhause habe, sagt er "oh, das ist gut".

Einerseits sehr traurig, wenn dich einer deiner "eigenen" Pastoren nicht erkennt.
Andererseit war das heute nach DEM Film kein Zeitpunkt, wo es mich betroffen gemacht noch geärgert hätte.

Vor dem Hauptausgang stand schließlich ein mit Werbesprüchen beklebter Smart: "Glück ist planbar. Die Karriere auch!"

Schöner Gruß an die Werbeschaffenden.
Ihr nervt manchmal. :(

A place they called the Skull
As the sun is forced to exile, in a blaze of bloody fire
Disturbing visions mystify when conscience thought retires
I heard a tattered echoing from voices long since dead
Another night of wonder in the moonscape of my bed

I dreamed I was in Israel two thousand years ago
A festive flair was in the air; the great Passover show
Every pew was taken, and we wore our Sabbath best
As we partied long into the night, on a skull-shaped hill of death

Jealousy was dressed to kill, with Vengence at her side
While millions of tiny lies cavort in shiny white
At first this all seemed strange to me, then suddenly I knew...

I killed Jesus Christ
Yes I did, its true
I killed Jesus Christ
And you were with me, too

(The Dream / Barnabas)

Psalm 22, 16-18
Jesaja 53,3

Im Kino | 00:18h | 0 Kommentare |comment

 

 

Mittwoch, 17. März 2004

Go seek, my heart, the joys of life

Der Frühling.

Morgens kuschlig kalt. Well, well, well.
Mittags herrlich erfrischend und belebend. Yessss.
Nachmittags schon unangenehm warm. Yuck.
Abends schweinekalt. b-b-b-brrr.

WAS BITTESCHÖN SOLL MAN(N) SICH DENN DA ANZIEHEN?

Das Vogelgezwitscher am Morgen ist jedoch einfach herzerwärmend.
Hach!
Dann schwitze ich halt nachmittags!
Ich bin becirct.
Früüüühling!
Tschirli - pieps! Tschiruuu. Twititi - piep.
:o)

Wunderbar | 21:51h | 1 Kommentar |comment

 

 

Dienstag, 16. März 2004

Must have mo - o - ore

Schon mal gelangweilt Luftpolsterfolie in den Händen gehalten?
Dann habe ich hier ein kleines déjà vu für Sie.
:)

Alles was (DSL-) Modem hat, lobe den Herrn | 20:14h | 1 Kommentar |comment

 

 

Die Milch machts

oder so ähnlich.

Passend zu meinem heutigen Arbeitstag auf der ländlichen Aussenstelle durfte ich vor wenigen Stunden über die Matrix-Kuh herzhaft lachen.

Totz des mageren Endes...

;)
edit:
ist bereits etwas älter, und dazu ein Ausschnitt aus Kung Pow: Enter the fist, wie ich eben lernen durfte :)

Alles was (DSL-) Modem hat, lobe den Herrn | 18:32h | 0 Kommentare |comment

 

 

Montag, 15. März 2004

Schlangenfrass

Bremen Hbf, ich steige aus dem Zug und habe mal wieder nur das eine:
Hunger.

Also kurzentschlossen losgetippelt. Auf, zum neuen BurgerKing (tm) we go.

Winz-Filiale betreten und (gna) schlangestehen.
Die Augen fangen an zu schweifen.

Hässliches Inventar. Eingerahmte Bilder von antiken Lokomotiven. Einige Gäste stopfen sich ihre Burger und Fritten in den Schlund.
Plötzlich bleibt der Blick hängen - Ein Gast mit grauen Mantel erregt meine Aufmerksamkeit

Zwei Augenpaare treffen sich und starren einander ca. 5 Sekunden an.
Baeren(hunger)-Brueder
Kurz darauf brechen die dazugehörenden Körper in schallendes Gelächter aus.

Es ist schon sehr lustig, wenn man seinen Bruder zum ersten Mal nach zwei Wochen wiedersieht. Ausgerechnet bei BurgerKing.
Zur gleichen Zeit, im selben Fresstempel. Zwei Brüder, ein Ort, eine Uhrzeit, ein Gedanke: Mampf!
Scheint Tradition zu sein: die männlichen Mitglieder unserer Familie treffen sich im Falle einer ungeplanten Begegnung fast ausschliesslich vor bzw. in Schnellimbissen und Süßwarenabteilungen.
Es scheint, als würde uns ein inneres Organ oder eine ferner Stern ständig zeitgleich und doch unabhängig voneinander zu ein und derselben Leckerei rufen.

Nun passt Psalm 23, 1+2 sicher nicht zu dieser Vorgeschichte, aber ich musste beim Schreiben jetzt trotzdem schmunzelnd an diese zwei Verse denken. :o)

Übrigens: seit heute sehe ich auch meinen Nachnamen in einem völlig neuen Lichte.
Der kommt offensichtlich gar nicht aus der Schifffahrt, oh nein!
Unser Nachname geht vermutlich zurück auf eine Ode, in der ein unbekannter Barde vor längst vergangenen Zeiten das merkwürdige Verhalten meiner Sippe beschrieben hatte: Wie wir aus allen Ecken & Enden des Landes plötzlich und zielgenau ein Herdfeuer anSTEUERten, nur um uns nach einer eilig verschlungenen, ungesunden Mahlzeit wieder über das ganze Land zu zerstreuen. Bis zum nächsten Ma(h)l.
MANN, was für eine Geschichte! ;)

Geschichten die das Leben schreibt | 21:16h | 2 Kommentare |comment

 

 

Sonntag, 14. März 2004

Hilfe, ich bin ein Buch



You're Prufrock and Other Observations!
by T.S. Eliot
Though you are very short and often overshadowed, your voice is poetic
and lyrical. Dark and brooding, you see the world as a hopeless effort of people trying
to impress other people. Though you make reference to almost everything, you've really
heard enough about Michelangelo. You measure out your life with coffee spoons.


Take the Book Quiz
at the Blue Pyramid.

Von schmitzchen, die es von schmuddel hatte, die es -klar- von moving target nahm, wo sich dann die Spur verlor.

Sie sind Lebowski. Ich bin der Claus, Dude. | 20:35h | 0 Kommentare |comment

 

 

Gott und die Welt

Im Gottesdienst wurden im Verlauf eines Anspiels
TESTAMINTS (Hustenbonbons, bedruckt mit einem frommen Spruch) verteilt.
Gottes Wort auf Einwegverpackung. Aufreissen, mampfen, wegschmeissen.
Wegschmeissen?

Was mich wirklich nervte:
Es wird ein Irrsinnsprogramm rund um The Passion gefahren.

Mehrere Veranstaltungen a la "was stimmt / was wissen wir besser als Mel Gibson, warum finden wir es toll und warum finden wir es schlecht".
Aber beim Programm-Ankündigen wurde ständig darauf hingewiesen, dass man weder zum Film einladen noch den Film verteufeln will.
Anschließend aber Sonderveranstaltung für Gemeindemitglieder im Cinemaxx anpreisen. Natürlich ohne den Film jetzt empfehlen zu wollen.
Und Donnerstag werden um 23:00 h im Cinemaxx einmalig Johannes-Evangelien verteilen. Evangelien im original Film-Layout.
Ohne den Film jetzt zu verurteilen oder zu empfehlen.
Selbstverständlich.

Liebe Gemeindeleitung und Pastoren: wenn ihr eine Meinung zu dem Film habt, dann bitte heraus damit. Wenn ihr eure Position danach in verschiedenen Programmen noch erläutern wollt, komme ich im Zweifelsfall eher als nach solchen künstlichen Cliffhangern.

Und wo bitte ist der Sinn, Kinobesuchern am Ende einer (EINER) Vorstellung mit Bibeln zu beschmeissen?
Wer dermaßen Geschenke verteilt, wird im Zweifelsfall eher misstrauisch beäugt (Sekte & Co.).
Dann stellt doch lieber einen Bücherwagen neben der Kasse auf, an dem alle (ALLE) Besucher des Kinos am Premierentag gegen Vorlage einer Eintrittskarte eine Bibel erhalten können. Ohne Filmlayout. Dafür mit einer persönlichen Widmung.

genervt und ungerecht | 20:09h | 2 Kommentare |comment

 

 

Why does God refuse to move?

If pigs could fly they’d fly away and never grace the earth again
If pigs could fly ...
I wait and wait and wait and wait but nothing good happens for me

I pray to fly but when I die my feet are still flat on the ground
my brain is good, no legs of wood, but if you could, I think you should

He ain’t standin in my way
cause I did nothin today
He ain"t standin in my way

Your ship has crashed no sign of shore-to sit in your lifeboat-you can do no more
5 days at sea starved to the core-lifeboat is leaking-a rip in the floor

But wait-on the horizon-land-land hoe!
will you sit there and pray-or will you get up and row?
The next time you are quick to say "I’m just waitin’ on the Lord"
just make sure that you remember where we all have been before
(if pigs could fly/arcoustic archives/Tourniquet)

Kurz: ich bin sowas von leer. Unausgefüllt. Unzufrieden.
Als erstes werde ich morgen mein Boot mal in den Gottesdienst rudern.
Hoffentlich gibt es da Sturm und nicht Nebel oder Flaute.
Bitte einmal die Messinstrumente eichen, blinde Passagiere abgeben und neu Brot des Lebens aufrationieren. Schön wäre auch neues Salz. Mein Süppchen schmeckt nur noch schal und abgestanden.

Das Wort zum Sonntag | 02:33h | 0 Kommentare |comment