Montag, 18. Juli 2005
Frontbericht von der Waterkant
Endlich, nach langem Mühen und Drangsal, habe ich heute mal meine dicke, schwere Digitalkamera mit auf die Reise ins Feindesland genommen.
Genau, mit zur Arbeit nach Hamburg, und schleppen armer Clollum das Teil haben müssen, oh ja, Schatz, oh ja.
Nikon Coolpix 995, und deine Begierde richtet sich alsbald auf scheckkartengroße Kameras, mein Freund.
So, langer Rede kurzer Sinn - back to work:
In Hamburg angekommen das erste Ärgernis: die niedersächsischen Landeier (das sind die Bevölkerungsteile, die auf der Strecke zwischen Bremen und Hamburg noch zusteigen) haben in ihren Dorfkaufhäusern noch nie gelernt, dass man sich auf Rolltreppen einheitlich links oder rechts hinstellt, damit eine Spur zum Überholen freibleibt. Warngnraah!
Nach unnütz gestandener Zeit auf der Rolltreppen (Frau, geh weg da. Oh Mann! Wie oft soll ich das noch hinter dir denken bevor du deinen eingebildeten Hintern nach rechts bewegts, hä?) und dem üblichen geblockt und ausgebremst werden auf dem viel zu schmalen oberen Südsteg des Bahnhofs, der die Bahnsteige miteinander verbindet, kam ich schließlich an das Gleis 3/4, welches ein reine S-Bahn-Gleis sind.
Wie üblich überbevölkert. Diesesmal allerdings extrem. Und warum? Ja, warum eigentlich. Ehrlich gesagt: keine Ahnung.
Sicher, die Hamburger (Fauch!) S-Bahnbetreiber haben ein überschauliches Infoschild aufgestellt, dass auf einen Blick ALLES erklärt:

Wäre man denn der altbabylonischen Zeichensprache mächtig, die Schrift größer und die um das unscheinbare Winzschild versammelte Menschengruppe kleiner bwz. weniger drängelwütig.
Unverständig den Kopf schüttelnd wendet sich der Bremer Patriot dann ab, um seine Augen an gewohntere Bilder zu heften.
Tauben. Exkremente. Überall. Und wie passend. Für Hamburg. Und seinen Bahnhof. Einfach

Und das ist erst die Spitze des
Dann am Boden sieht es flächendeckend (oh Wortspiel, oh Wortwitz) noch wesentlich bescheidener aus.
Hier übrigens meine "Lieblingsstelle", wo Anfang des Jahres eine Taube ihr Leben beim mutig-trotzigen Versuch ließ, den Hamburger S-Bahn-Wahnsinn ein für alle mal zu stoppen.

Und dann lag sie da, und lag, und lag, es wurde Frühling, und sie lag, Sommer, und sie liegt dort immer noch. Viel zu schwer für die Deutsche Bahn, den Kadaver da mal wegzuholen.
Aber so ist das halt: Hamburg sehen und sterben, oder:
wer möchte in Hamburg schon begraben sein...
Nach der Arbeit ging es dann gen Heimat, und ich entschloss mich ob der S-Bahn-Plage mal wieder zu Fuß zum Bahnhof zu (Qauk) watscheln.
An der S-Bahnstation dann der Ausdruck Hamburger Kreativität.
Wie muss man Hamburger optimal ansprechen, damit sie schlecht schmeckendes (Hamburger) Bier kaufen?
Na mit hohlen Phrasen:

Das Vorgängerplakat hatte ein ähnlich "lustiges" Motiv mit dem Spruch "Auf unsere Frauen, die uns nachher abholen".
Johohoho, dass ist ja so witzichhhh!
Boah ey, ihr Hamburger, ihr.
Holst-'en Brechhammer raus (wüärg), gell?
Notieren, passieren. Immerhin führte mich die Straße mit jeden Schritt näher und näher dem rettenden Zug entgegen, der mich dann ja schließlich wieder in die Nähe der heimischen Gestaden bringen sollte.
Die folgende Schilderkombination richtete mich kurz darauf auch wieder auf, gab mir neue Kraft und belebte meinen Geist:

Feierabend, kein zurück, freie Fahrt, und Smarties gehen Richtung 18:15 h Metronom gen Bremen. ;)
Und als ich endlich im Taubenklo Hbf angekommen war, blieb mir noch genug Zeit, um der geschätzten Leserschaft mal das Schaufernster einer bei Hamburgern ernsthaft sehr beliebten ("..., da ist es wirklich toll" "...gehen wir doch zu...", "... habt ihr nicht in Bremen?") Lokalität zu präsentieren:

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es im Volksmund so treffen.
Und das eben war die Mutter aller Bilder, wenn es um Hamburg, seine Einwohner und Hamburger Geschmackssinn geht.
Eh-eh-eh.
;)
Und über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten:
Und dann war ich auch schon bald wieder zurück in (seufzt glücklich) Bremen, kaufte mir ein (na gut, gelogen: es waren zwei) Pott Häagen-Dasz Eiskrem (das klebrig-wohlschmeckende Karamel-Brownie Zeugs, das), fand ein dickes C-64 Paket im Hausflur, fand ein dickes Amazon-Paket im Hausflur, hüpfte vor Freude mit zwei dicken Paketen und Häagen-Dasz-Eiskrem durch die Eingangstür, hüpfte vor Freude mit zwei dicken Paketen und Häagen-Dasz-Eiskrem durch die Wohnung, stellte ein Bier kalt, schleckte Eis, hörte Musik, schrieb diese Zeilen, und werfe jetzt schließlich und endlich das just angelieferte DVD-Filmchen "Kein Pardon" (Hape Kerkeling) in den DVD-Spieler.
Um dann mit Heinz Wäscher zusammen im Chor den Tag mit den Worten "Ich kann so nicht arbeiten!" zu verabschieden.
;)
E(l Dorado)bay
Freude über Schnäppchen, dick:
all das

und natürlich noch der ganze Rest:
Brotkasten, Floppy, Datasette, 200 Disketten, Handbuch, Disklocher
für knappe 35 Euro.
Und soviel kann man schon gerne mal alleine für das Final Cartridge III bezahlen...
ICH HABE EIN LIEBHABERPAKET ERSTEIGERT!
Juchhu!
Sonntag, 17. Juli 2005
Schneidig, ignorant oder: why does the chicken cross the road
Gestern, an einer Hauptverkehrsader der Stadt. Die Fußgängerampel wechselt auf rot, die Menschenmasse hält inne und verweilt auf dem Bürgersteig.
Da springt die Taube, die eben noch neben dem Eingang von McDonalds nach Essensresten gepickt hat von der Kante des Bordsteins auf die Straße und geht in aller Seelenruhe den kompletten Weg von der einen Straßenseite bis zur anderen.
Bevor der Blechwurm des Automobilstroms die Ampelanlagen erreicht, hat die Taube einen kleinen Satz gemacht und pickt auf der anderen Seite des Fußgängerüberwegs ungeniert weiter.
Hut ab. Ich war jedenfalls beindruckt vom großen Marsch.
Freitag, 15. Juli 2005
Kommt Ihnen diese Szene bekannt vor?
So ähnlich wird es vermutlich ablaufen, wenn ich meinem Chef Montag meinen Urlaubswunsch
und den dezenten Hinweis auf die akute Unterbesetzung unserer Abteilung vortrage.
Freitag, 15. Juli 2005
Wie ich die Welt von einem läppischen Irrtum befreite
(und ja, ich weiß, dass ich micht jetzt wiederhole, jojo, ist bekannt, ist bekannt)
Wenn der Papst seinen Schäfchen die Verwendung von Verhütungsmitteln untersagt, dann ist er nicht für Millionen von Aidskranken verantwortlich.
Punkt.
Jeder erzkatholische Gläubige, der Aufgrund des "no go!" aus Rom aus Glaubensgründen auf sagen wir einmal z. B. Kondome verzichtet, der wird auch auf den zur Aids-Ansteckung zwingend notwendigen außer- oder vorehelichen Gesch-Lechz Verkehr verzichten. Müssen. Denn wem es hierbei nicht schert, was Rom & Bibel zu diesem Thema sagen, dem wird es erst recht nicht jucken, was nur noch Rom alleine dann zum darauf bereits deutlich nachrangigerem Thema Kondomgebrauch verlautbaren ließ.
Das ist pure Logik, Damen und Herren.
Sollte nun ausgerechnet der Papst als Bedienungsanweisung und Werkzeug für die Abkehr vom katholischen Glauben auftreten?
Ist das dar Kern des Problems? Der Papst ist Christ, christliches Oberhaupt und will nun partout seinen Glauben nicht auf- oder hergeben?
Zum Teufel aber auch!
Mittwoch, 13. Juli 2005
Flohzirkus
Und ich Trottel habe mir einen Iriver gekauft.
Dabei ist Apple doch mal wieder einen Sprung weiter als der Rest der Konkurrenz.
edit
kleiner, läuft aber immerhin. Am besten runterladen und dann im Vollbildmodus betrachten.
Dienstag, 12. Juli 2005
Gnadenloser Scherz
Lieber Spiegel, ich fürchte, du bist schlecht geworden, nachdem sich das Bild der bösen Königin
in dich eingebrannt hat.
Dein Esel aus Bremen:

So ein Spruch grade aus Hamburg, pah!
Dabei ist Bremen sicher eher eine Reise wert als dieses Loch an der Elbe.
Klein, aber fein.
Jawohl!
Empöö -öö - ohrend!
Analyze this!
Mein Stoffhase hat scheinbar Ahnen in aller
Race Analysis
33% East Indian
20% Southern European
44% Korean/Japanese
3% Chinese
0% Middle Eastern
0% Eastern European
0% Anglo Saxon
0% South East Asian
Gender: Male
Personality Profile Rank
Intelligence 6.6 Very Intelligent
Risk 5.5 Average Risk
Ambition 6.6 High Ambition
Gay Factor 1.3 Very Low Gay Factor
Honor 5.6 Average Honor
Politeness 5.4 Average Politeness
Income 6.7 $50,000 - $100,000
Sociability 5.9 Average Sociability
Promiscuity 3.3 Low Promiscuity
YOUR ARCHETYPE:
Beta academic
Personality Profile:
You are a long-term planner, diligent worker and avoid risk as much as possible. You are of above average intelligence and have the ability to f
ocus on tasks that seem unimportant at present, but can lead to greater things in the foreseeable future. You are not keen to interact with others or make social connections. You would rather gain material wealth before putting yourself in a position to be judged. You are not confrontational unless someone directly opposes your intellectual beliefs. You are highly concerned with your social status. You are keen to avoid risks that could jeopardize your long-term plans. You take a calculated approach to life, working hard to control all aspects of it in order to not leave anything important to chance.
You tend to be a perfectionist and quite self-conscious. You sometimes wish you were less reserved and more like some others you see who are more bold and outspoken in social situations. But as much as you try to be like them, you cannot, because you care too much about the future to ever be comfortable taking risks in social situations.
Your view of other types
Academic types can end up rich but it will take longer than with Boss types. You see Boss types as potential business clients and as great resources to expand your contacts. Therefore you treat them with respect. For the most part you do not respect Artist types, however there are some Alpha Artists that you give some credit to. You look down upon Blue collar types as you consider them ignorant. You see White collar types as unsuccessful versions of yourself, but because of work situations you may have to interact with them often. You have very little in common with Charmers, therefore you avoid them. You consider Gambler types to make foolish decisions, and for the most part you do not interact with them. At times you feel sorry for Drifters.
Other types' view of you
Boss types consider you to be a valuable resource of advice. They constantly interact with you to make better decisions and they often respect your opinion. For the most part Artist types do not interact with you for they rather take it easy. They however may like you because of your knowledge of subjects that they find interesting. Blue collar types find you boring and uptight, they have very little in common with you. White collar types may respect your accomplishments and ambition. Charmer types regard you as mostly withdrawn from life and too uppity to hang around with. Gambler types think that because you play so safe you miss out on great opportunities. Drifter types have no regard for you, because your repetitive routines seem boring to them.
via "blog-fu"-kaliban.org
Sonntag, 10. Juli 2005
Wieder ein Grund zum Feiern in Aussicht
Bitte, bitte, bitte laßt es wahr werden.
Ich kann diesen Kerl nämlich einfach nicht ausstehen.
