Sonntag, 3. Juli 2005
Ramada - Damada
Neulich, im Brühler Ramada-Hotel:
wer mag sich hinter dieser Zimmertür verbergen?

Samstag, 2. Juli 2005
"Nie wieder Krieg"
Nie wieder Krieg - ich so'n guten Kaffee wie bei dir"
sang dereinst Hape Kerkeling (ich glaube als Schluss-Song einer Ausgabe von "Total Normal").
Und was kriegt eigentlich Herr Müntefering für diese Unverschämtheit:
"Wichtig ist, dass (…) wir uns aber sicher sind in dem Bewusstsein, dass Gerhard Schröder als Bundeskanzler das Vertrauen der SPD-Bundestagsfraktion hat und dass wir ihn weiter als Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland haben wollen. (…)
Es geht hier heute nicht um Misstrauen. Dann, liebe Frau Merkel, kommen Sie, Sie sind doch jetzt Kanzlerkandidatin, machen Sie ein Misstrauensvotum, dann werden Sie sehen, Sie sind in der Minderheit, hier in diesem Haus."?
(via www.statler-and-waldorf.de)
Auch wenn die CDU ebenfalls nur mit Wasser kocht:
noch nie war das Wahlrecht so wertvoll wie heute!
Dienstag, 28. Juni 2005
Schön, so schön, schön war die Zeit ...
Brääää - nend heisser Wüstensand-
ach nein, ich wollte ja gar nicht singen.
Vielmehr wollte ich auf meine jüngste Entdeckung aufmerksam machen:
eher zufällig habe ich eben bemerkt, dass es eines meiner liebsten Kinderbücher aus längst vergangenen Tagen praktisch nirgendwo mehr zu kaufen gibt:
Wer erinnert sich hier sonst noch an die Dschungeldoktor-Geschichten von Paul White, wie z.B. "Unter dem Buyubaum" ?
Kurz recherchiert:
Amazon.com: nichts
Amzon.uk.com: auch nix
Amazon.de: ah, immerhin ein Band in Neuauflage (allerdings mit der -gna- verderbten neuen Rechtschreibung)
Vor 20 Jahren fand ich diese Geschichten aus der Urwaldklinik wirklich lesenwert.
Heute denke ich würde ich sie zumindestens noch jüngeren Generationen vorlesen. Wenn es diese Brockhaus-Bücher denn noch gäbe.
Also sowas!?!
Montag, 27. Juni 2005
Fatale Fehler

Niemals die Tatwaffe am Ort des Verbrechens zurücklassen.
Tatzenabdrücke am Gewehr können zur eindeutigen Identifizierung führen, großer dummer Bär, du.
Donnerstag, 23. Juni 2005
Und dann war da noch die 77. Minute
Gestern gegen 23:00 h: der Otto-Normalclaus hockte sich vor die Glotze und warf wie immer beim Zappen den ARD-Videotext an.
Dabei immer wieder gerne genommen und besucht: der Sportteil ab Seite 200.
Beim Confed-Cup traf nun ja bekanntlicherweise gestern Brasilien auf Nippon. Und als besonderen Bonbon bot der Sender bei u.a. auch bei diesem Spiel eine Art Online-Bericht an, der alle wichtigen Ereignisse zeitnah im Text begleitet und kommentiert hatte.
In der 77. gab es dann wohl einen Flitzer auf dem Rasen.
Was der Videotext-Redakteur scheinbar überhaupt nicht lustig fand (ganz im Gegensatz zu mir, schließlich habe ich beim Lesen ja herzlich gelacht):

;)
Mittwoch, 22. Juni 2005
Snicker, snicker
Aus dem Gamestar-Blog (vielen Dank, Herr Lott):
Hirn, mehr Hirn (Klick, mein Kind, klick- klick, jaja, klick!) für meinen Meister!
;)
Viwe la Franze
Heute kam einer meiner französischer Kollege an meinen Platz und übergab mir die Bestellung einer französichen Firma, die er freundlicherweise an einigen Stellen auch gleich schon übersetzt hatte.
Besonders dankbar war ich, als ich den folgenden Texteil der Übersetzung aus "livraison du lundi au vendredi de 6h00 à 12h45 uniquement" entdeckte:

Kleiner Schmunzler am späten Nachmittag, vielen Dank dafür, Monsieur,
:o)
Dienstag, 21. Juni 2005
Letztes Wochenende
bescherte unseren einstmals so jugendlichen Helden einen Wochenendausflug an die Seine-Metropole Paris.
In aller Frühe ging es im gecharterten Bus los, keine 14 Stunden (ich hasse euch, ihr Pariser Straßenverstopfer) später erreichten wir auch schon das teils malerische, teils bedenklich an der Bausubstanz bröckelnde Stadtteil Gentilly.
An einer deutschen Autobahnraststätte stellten mein Bruder und ich begeistert fest, dass mittlerweile ein neues Toiletten-Bonus-System entwickelt wurde:
vor dem WC ein Drehkreuz, dass man nach dem Einwurf eines 50-Cent-Stücks durchschreiten konnte. Als Gegenleistung erhielten wir einen 50-Cent-Gutschein, der im Gastronomiebereich einlösbar war.
Sehr praktisch, sehr lobenswert.
Machte ich mich in der gleichen Raststätte noch über die 2,70 Euro teuren O-Saftgläser (eisgekühlt) lustig -es stand immerhin noch der PLUS-Fruchsaftbehälter neben dem Tresen- verging mir der Spott als ich Kunde belgischer (dreckiger, teurer) und französischer (noch teurer) Raststätten werden durfte. Bezeichnenderweise lag vor einem belgischen Cola-Automaten eine arme, aber leider auch sehr tote Maus. Fernab jeder Straße, versteht sich. So nach dem Motto: für eine Cola würde ich jetzt alles geben ...
In Gentilly stand dann nach einem längeren Spaziergang (ok, ich war auf der Suche nach einen McDoof) Pizza auf dem Speiseplan. Das Wetter war trotz der späten Stunde noch bombig, und die Massen saßen vor einem Pizzaladen, den ich mir lieber nicht von innen ansehen wollte (uh-oh).
Aber wenn es die Einheimischen schon an die Tische zieht, dann sollte es eigentlich doch wohl gar nicht so übel sein.
War es auch nicht. War sehr mjam. Ich hatte eine Pizza Parma.
Der Boden war eher eine Fladenbrot denn ein typischer Pizzaboden, aber nichtsdestotrotz sehr delikat. Der Parmaschinken wurde frisch auf die bereits gebackene Pizza gelegt (war also nie im Ofen) und in der Mitte der Pizza strahlte mich ein Spiegelei an. Lecker-lecker-lecker.
Das 0,25 l Fläschchen Carlsberg hat mit stolzen 4,50 Euro zu Buche geschlagen. Überhaupt war Frankreich und Belgien immer sehr teuer, solange es um etwas mehr wie Grundnahrungsmittel ging.
Langnese-Eis (Cornetto) 2 Euro-und, fertig abgepackte Sandwiches zwichen 4 - 5 Euro, ein Cafe au lait 4,90 Euro usw usw.
Deutschland scheint im direkten Vergleich zu den frankophilen Nachbarstaaten tatsächlich ein Tiefpreisland zu sein, Donnerlüttchen noch eins.
Samstag blieb trotz der Hochzeit meines Cousins noch Zeit für einen kurzen Stadtbummel,

der mich und Brüderchen dann auch noch in die heiligen Hallen von Notre Dame (Skandal: es war nirgends ein Hunchback zu sehen) führte.
In den Seitenflügeln der Kathedrale wimmelte es nur so vor selbstverliebten Bildnissen (riesige Ölgemälde und oder Statuen) ehemaliger Kirchenoberer und Pfeffersäcke. Ekelerregend.
Hier meine Lieblingsdarstellung: Gevatter Tod, der einem armen Sargbewohner mit der Sanduhr vor der Nase fuchtelt.
Nachtreten nach dem Ableben eines ungeliebten Mitmensche, wenn ich mal so frei vor mich hin vermuten darf, hihi.

Nach einer nachmittaglichen Busfahrt mit Hitze, Stau und Nerv dann die Hochzeit, gefolgt von einer Bootsfahrt auf der erstaunlich blau-grünen Seine, dazu ein jazzige Band, lecker Trinken und französiches Essen (Entenmägen, anyone? Wie rezitierte mein Brüderchen anschließend so passend aus dem Leben des Brian (tm): "Lerchenzungen! Otternnasen! Ozelothmilch"...
;)
Der Rest im Schnelldurchgang:
-geschlagene 15 Minuten (wie gerne hätte ich das wörtlich genommen...) brauchte der völlig unfähige (oh wie peinlich, ja, ich wollte rein) McDonalds-Knecht in der Pariser City, um zwei lausige Cheeseburger zu produzieren.
-Dialog meines Bruders mit dem französischen Markthändler:
"Ich würde gerne dieses Katzenhaken-Teil kaufen. Aber mit 30 Euro ist zu teuer"
"Nein, mit 30 Euro es ist zu billig"
"Für 20 Euro nehme ich es mit, sehen sie mal hier, es ist bereits nicht mehr ganz einwandfrei"
"Sie kucken zuviel tunesisches TV, dass hier ist nicht der Markt von Marrakesch"
25 Euro wechselten 5 Minuten später schließlich die Besitzer. Ich hatte also viiiel Zeit mir die dort ebenfalls angebotenen fleischfressenden (don't touch!) Pflanzen anzusehen.
-Flöte heißt auf Englisch "Rekorder" ("Flute" ist die Querflöte)
-Franzosen sind Flaggenfetischisten (wenn es auch nur um die französische und die Europaflagge geht). Warum haben die am 18. Juni überall die Lappen rausgehängt? Waterloo wird der Grund wohl schwerlich sein können, oder? War jedenfalls kein Halbmast gesetzt. Hat es was mit deGaule zu tun?
Na, war jedenfalls sehr schön. Und jetzt zum Sport.
Fernseher an, Füße hoch usw. Sie wissen schon
;)
