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Donnerstag, 16. September 2004

Private Hell, parte the seconde

Merken Sie sich die Überschrift, ich werde am Ende der Predigt noch einmal darauf zurück kommen...


Sneak Preview.

Der Initative meines guten, alten Sneakpreview-Partners Uwe folgend trafen wir uns heute bei mir, um nach einem kurzem Schnack an eine alte und ehrenwerte Tradition anzuknüpfen:
Der Besuch der Mittwochs-Sneak Preview in der Bremer Schauburg.


Bis vor einem Jahr waren wir dort sowas wie Stammgäste, freuten uns über Gratiskarten, Verlosungen und skurile Vorfilme, schlürften im Foyer teuer erworbenes Beck's und Afri Cola, lachten, weinten, lobten, fluchten, und manchmal schlief einer (hüstel) von uns sogar während der Vorstellung ein.
Nachdem ich meinen Gast zuhause erst fürstlich;) mit Leitungswasser (ja, ich habe heute tatsächlich meine Spendierhosen an...") bewirtet hatte, sind wir erstaunlicherweise nicht sehr lange bei mir geblieben und direkt zum Kino gedüst. Es gab dann (oh Freude) zur Abwechslung mal kein nervenzehrendes Herumkreisen durch das Einbahnstraßenvereuchte Viertel, sondern einen dicken, fetten Parkplatz in Kinonähe (gut!), schnell gefolgt von kaltem Bier (besser!) und meine erstes "Pay after view" Erlebnis (tröt!).

Pay after view

Hierbei (der Name verrät ja bereits alles) zahlt man erst nachdem man den Film gesehen hat. Und zwar soviel, wie einem das Filmerlebnis wert gewesen war. Mittelwert sollte so ca. 4 Euro sein.
Obwohl wir etwas spät dran waren (Frechheit ;) : seit ca. einem halben Jahr beginnt der Einlass offenbar bereits eine Viertelstunde früher) hatte der Film noch nicht begonnen (exzellent!). Kaum Platz genommen, ließ der Filmvorführer auch schon die Lichter erlöschen (oh Zauber, oh Hoffnung). Doch dann sahen wir

Saved!

Ein Machwerk der neueren Filmgeschichte:

Man nehme als Grundgerüst den wirklich guten Film Election,
vergesse dabei aber dessen Witz, betreibe Christenbashing, das einem Julius Streicher zur Ehre gereicht hätte und stopfe alle auftretenden Lücken mit dem typischen wie unerträglichen Teeniepfusch-Hollywood-Quark. Subzero. Wirklich übel.

Mein Fazit:

Damned!

Gut, dass ich die Getränke bezahlt hatte. Von mir hätte der Kollektensammler am Ende der Vorstellung nämlich sicher keine fünf Euro für zwei Personen erhalten. Nicht für so ein Machwerk, bei dem zu allem Überfluß auch noch zur Hälfte des Filmes der Ton auf ein unterirdisch blechernes Super8-Heimvideo Niveau absank.

Der Abend ging zum Teufel.

Womit ich dann wieder bei meiner heutigen Überschrift angekommen wäre.

Fluessiger als fluessig | 02:37h | 2 Kommentare |comment

 

 

Dienstag, 14. September 2004

Private Hell, parte the firste

Einige Werbetexter sollten sich überlegen, ob ihr superschlauer Aufruf
"Lerne die Regeln. Und brich Sie" im Zusammenhang mit Automobilwerbung nicht als Aufforderung zu Straftaten im Sinne der Straßenverkehrsordnung verstanden werden könnte.

"Verhaften Sie sie, Officer! Kaum hatte ich meine Führerscheinprüfung bestanden, da kamen auch schon diese selbstverliebten Texter aus dem Gebüsch gesprungen und versuchten mir Tempo 120 innerhalb geschlossener Ortschaften schmackhaft zu machen. Und das alleine mit einem lumpigen Strauß voll abgedroschener Phrasen. Also ehrlich, Herr Wachtmeister, sowas habe ich ja wohl noch gar nicht erlebt Ich glaub ich werd blond!"

Mein Groll der Woche an die olle Werbeagentur, die die aktuelle Kampagne der A-Klasse ausgebrütet und dann nicht online gestellt hat. Hab mir nen Wolf gesucht, um die beknackte Anzeige aus dem aktuellen Spiegel im Netz zu finden.

Nur um sie dann schließlich mit SO einem Hals in der Firma selber einzuscannen. Die doofe doppelseitige Anzeige. Und nix klappte beim anschließendem Versuch, mit einer Billig-Bildbearbeitungssoftware die zersäbelten Seiten wieder passgenau zusammenzusetzen. Gna!
Kchchchchch! Jetzt werden wir Ihre garstige Anzeige zerbrechen. Oh, jaaah, ja! Zerbrechen, mein Schatz. Dreckige, kleine Anzeige. Clollum, Clollum.

Habt ihr jetzzzzt davon:
Ritsch, und Ratsch, jaaha, Schatz, lass nichts heile, oh nein! Dreckige, kleine Text-Teufel, diese!

AAARGH! ZISCH! KNURR! | 23:37h | 0 Kommentare |comment

 

 

Sonntag, 12. September 2004

Noch was zum Schmunzeln

Aus dem Nähkästchen eines Versicherers...


Groessenwahn | 16:15h | 0 Kommentare |comment

 

 

Wären die Pythons noch aktiv -

dann sähe das Produkt ihrer Arbeit vermutlich so aus:


Saddam-Anhänger aus dem Nord-Irak.


Alles was (DSL-) Modem hat, lobe den Herrn | 15:59h | 0 Kommentare |comment

 

 

Samstag, 11. September 2004

An all' die Heuchler da draussen

Der Mann hat ja sowas von Recht.

Memo: Noch öfter bei Broder nachschauen.

Erschreckend | 18:01h | 0 Kommentare |comment

 

 

Al Gossarah

Mal wieder ein Tag voll allergischer Reaktion und donnernden Niesanfällen.

"Hadschi"!
(Ganz recht, der Claus hat seinen Karl May dereinst gelesen)

AAARGH! ZISCH! KNURR! | 17:17h | 0 Kommentare |comment

 

 

Freitag, 10. September 2004

Starke Medizin

Angeregt durch diesen bezaubernden Beitrag von Frau Pepa
fühle ich mich heute angeregt genug, um ein eigenes Krankenerlebnis zum Besten zu geben.

Wir schreiben das Jahr 1996. Der Gelegenheitskicker Claus liegt nach einem überaus unangenehmen und schmerzhaften Kreuzbandriß endlich im Krankenhaus. Die OP war gut verlaufen (wie auch das Blut, daß wohl etwas üppig geströmt war), und der Claus wartet auf seine Entlassung. Zwei bis drei Tage vor der Entlassung wird das Dreierzimmer mit einem neuen Patienten belegt. Ein unansehnlicher Herr "ich bekomm 'n neues Hüftgleng" mit deutlichem Übergewicht, der kaum in der Lage war, einen vernünftigen Satz in Hochdeutsch zu sprechen (Silben verschluckend, Lippen nicht auseinanderbringend), bekam das seit einem Tag leerstehende mittlere Krankenbett.
Die gepflegte und gesittete Zimmeratmosphäre kippt. Getötet durch ungehemmtes Furzen, Grunzen und Primadonnenverhalten aus dem mittleren Bett. So ein Schwein, denkt Claus.
Das Schwein liest ungehemmt seine Tittenhefte, und lässt sich dabei selbst dann nicht stören, wenn Krankenschwestern seinetwegen den Raum betreten. Ich liege rechts von ihm und beginne abgrundtief zu hassen. Stelle den Walkman laut, nur um ihn nicht mehr als umbedingt nötig wahrzunehmen. Nach dem ersten Tag ist er bereits operiert, so daß er sein Bett kurzfristig nicht verlassen kann. Unnötig zu erwähnen, daß er nach Gebrauch seine Pinkelflasche NIEMALS mit dem dazugehörenden Deckel verschließt oder sie gar vor der Zeit (was in seinem Fall knapp vor dem Überlaufen war) leeren ließ.
Eine der Schwestern betritt den Raum. Sie erkennt ihn. Er ist der Vater ihres Ex-Freundes. Er liest mal wieder Schlüssellschwein oder Wochensau. Blickt kurz auf, grüßt unverbindlich. Die wunderhübsche Krankenschwester ist immer freundlich. Auch zu ihm. Vor allem zu ihm. Sie gibt sich alle Mühe, wo sie nur kann.
Ich liege in meinem Bett und kann es nicht verstehen. Begreife aus tiefstem Herzen nicht, wie sich ein Mensch so sehr für diesen Kerl aufopfern kann, für diese (Entschuldigung) Pottsau, die sich so gehen lässt. Einen Tag später darf er zum ersten Mal aufstehen. Er telefoniert nach Hause:"Vaddi kann wieda laufn!". Kurz darauf besucht ihn seine Frau, sowie seine zwei Söhne, die erstaunlicherweise wiederum völlig normal erscheinen. Die bezaubernde Krankenpflegerin kommt hinzu, freut sich mit, verschenkt dabei Lächeln in alle Richtungen.

Am Abend vor meiner Entlassung. Ich liege in meinem Bett. Soweit wie möglich von der Urinflasche entfernt (wer will denn aufstehen, wo die Erleichterung so nahe ist, so ganz ohne Deckel...) wie nur möglich.
Hasse den Geruch in meiner Nase. Hasse, dass er so laut schnarcht.
Höre meine Musik über den Walkman. Christliche Musik. Wie immer.
Christian Rock und Haß, daß konnte nicht gut gehen.
Grübelnd blickte ich an die weiße Wand vor mir. Verstand nicht, wie diese eine Krankenschwester soviel Freundlichkeit an den Neandertaler neben mir verschenken konnte.

Und fange kurz darauf tief erschüttert an zu weinen. Minutenlang.
Mir war plötzlich bewußt geworden, daß mich mein Gott nur so sehen konnte, wie auch ich diesen Hüftpatienten sah. Unattraktiv, schlecht, schmutzig und abstossend halt.
Und daß ER mich trotzdem nicht haßte, sondern stattdessen voller Liebe für mich da war. Mich heilte, reinigte oder pflegte, wann immer ich es bedurfte oder zuließ. Und das, obwohl ich doch (Entschuldigung) so eine Pottsau war.
Bin.
Seufz.


Tief beschämt verabschiedete ich mich am folgenden Tag von dem Hüftpatienten. Er antworte in seinem typischen Gebrabbel eine Erwiderung, die nur mit großem Wohlwollen als passende Antwort gewertet werden konnte.
Ich spendierte ihm dieses Wohlwollen gerne, wissend, daß dabei vermutlich jemand freundlich auf mich herunterlächeln würde.

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Danke, Petra. Hätte ich nicht besser sagen oder singen können:



Don't let your heart be hardened - don't let your love grow cold
May it always stay so childlike - may it never grow too old
Don't let your heart be hardened - may you always know the cure
Keep it broken before Jesus; keep it thankful, meek, and pure

May it always feel compassion - may it beat as one with God's
May it never be contrary - may it never be at odds
May it always be forgiving - may it never know conceit
May it always be encouraged - may it never know defeat

May your heart be always open - never satisfied with right
May your filled with courage and be strengthened with all might

Let His love rain down upon you
Breaking up your fallow ground
Let it loosen all the binding
Till only tenderness is found

ganz unten | 01:09h | 2 Kommentare |comment

 

 

Mittwoch, 8. September 2004

Kurz und bündig (& Re-enacted by Bunnies)

Den Film "Titanic"verpasst, für DVDs kein Geld oder einfach keine Lust für eine eigene Meinung beim Kaffeeklatsch drei Stunden ihrer kostbaren Lebenszeit opfern zu müssen?

Bitte sehr:

Titanic in 30 Sekunden

;)

Alles was (DSL-) Modem hat, lobe den Herrn | 02:40h | 0 Kommentare |comment

 

 

Mittwoch, 8. September 2004

Old Death

Ich bin ihm heute im Bus begegnet. Lichte, weiße Haare, eine Austrahlung von Leblosigkeit, hageres und doch volles Gesicht, den Körper in abgetragener Kleidung verpackt. Wir fahren eine Station zusammen bis zum Bremer Hauptbahnhof. Er steigt aus, und schon stürzen sich zwei lebende Tote auf ihn, denen man ihre langjährige wie traurige Drogenkarierre am ganzen Leib ablesen kann. Er, tätowiert, uralte Jeansjacke mit Marlboro-Päckchen in der Brusttasche, flüstert ihm laut genug zu, als dass ich es noch durch die göffneten Bustüren hören kann: Lass uns weitergehen, dahinten stehen die Bullen". Sie bleiben. Kurz darauf werden Taschen durchwühlt und zwei Fäuste begegnen, öffnen, leeren und füllen sich. Stoff gegen Kohle.
Sie dagegen lamentiert, artikuliert, zelebriert ihren Auftritt. Die Bustüren sind bereits wieder zugefallen und ersticken die Details. Old Death schaut stur geradeaus und würdigt sie mit keiner Geste. Kein Geld, endloses Verlangen.
Ich sehe in ihr noch nicht völlig zerstörtes Gesicht, ahne die Persönlichkeit, die sie nicht mehr ist und doch hätte werden können, ärgere mich. Irrsinnig. Würde gerne aus dem Nichts eine Staffel Polizei über beide regnen lassen können.
Dann fährt der Bus an, die Szenerie entschwindet meinem Sichtfeld und ich konzentriere mich nur noch darauf, mit der sperrigen Tüte in der Hand in der Kurve einer rumpeligen Busfahrt nicht den Halt zu verlieren.

Nicht den Halt verlieren. Ich ahne, daß das manchmal schon sehr viel sein kann. Wenn das Leben plötzlich ins Rutschen gerät und man festhält, sich nicht den Fliehkräften des Körpers hingiebt.

Ein Old Death wartet nämlich bereits wieder der nächsten Station unseres Lebens auf uns.
Und keine Polizei dieser Welt kann ihn vertreiben.
Leider.

Beobachtungen | 00:44h | 0 Kommentare |comment

 

 

Wilkommen

Begrüßen Sie bitte mit mir meine neue Tastatur. Das Vorgängermodel musste leider gehen: die F5 Taste war hoffnungslos klebrig geworden, was bei der Quicksafe-Funktion eines ominösen Spiel sehr nervig werden kann...

Aber wie könnte ich nun eine neue Tastatur würdiger einweihen als mit dem Link auf einen der Gründungsväter der deutschen Fachmagazine zum Thema Unterhaltungssoftware?

Elwood Blues-Mode an:

DamenundHerren, meinenbesonderenDankhieran Herrn Boris fürdenliebensgewürzigenLink (Musik setzt ein: "Ram-Tam Ram-Tam Ram-Tam") zumMethusalemdesdeutschsprachigenSpiele-Journalismus (RAM-TAM RAM-TAM), zumVaderAbrahamderdeutschenRedakteurszene (RAM-TAM RAM-TAM), achwasredichnochsolangehier (RAM-TAM) begrüßenSiemitmirdenEinzigartigenWunderbarenUnglaublichen (TADODAAAAH!) Heinrich Lenhardt (TADUDAAAAH!)!

Elwood-Blues-Mode aus.

Links | 00:03h | 2 Kommentare |comment