Samstag, 17. Juli 2004
was für'n Blödsinn ...

Ich rauche doch gar nicht.
;)
via scholz .. jens scholz
SummerSwap
Gna.
Der Sampler, der mir bis jetzt mit Abstand am besten gefällt (was sowohl Verpackung als auch -und natürlich vor allem- die Musik betrifft), stammt nun ausgerechnet von dem menschlichen Wesen, dem ich meine bisher negativsten Blogerfahrungen zu verdanken habe (auch wenn sie nicht wirklich schlimm waren).
"Ich habe doch darum gebeten, die Schubladem nicht zu verlassen. Damned!"
Edit:
und Zack!
nur noch Nr. 2, und noch jede Menge zu hören...
:o)
Gelbe Karte für die FIFA
Die wie zuletzt bei der EURO 2004 gesehenen unnötigsten gelben Karten waren meiner Meinung nach (mit der ich in diesem Fall wohl mal Ausnahmsweise nicht ganz alleine stehem dürfte) die gelben Karten für Spieler, die in Folge des üblichen Emotionsausbruch nach dem Torerfolg sich das Trikot vom Leib gerissen hatten.
Wer wie ich diese Regel einfach nicht verstanden hat:
Bitte sehr:
wir wollen doch auf gar keinen Fall
die Gefühle dieser zart besaiteten
Menschen verletzten, gell?
"In islamischen Staaten gibt es in dieser Hinsicht Probleme."
Was mag wohl als nächstes kommen? Burkha-Pflicht beim Damenfußball ?
Once upon a time
Ich verweigere mich ja nach wie vor dem Harry Potter Hype (nicht gelesen, nicht gesehen, nicht gehört), aber diese Schlagzeile war mir doch einen Eintrag wert:
Gone for good
Draco Malfoy, Lord Voldemort & Co. (oder wie Sie auch immer heißen mögen): 1
Harry Potter: 0
Late in the evening
erinnerte ich mich heute an meine Taufe, die nun ca. 14 Jahre zurück liegen mag.
Im Schlafanzug sagte ich unserem Gemeindepastor, dass ich mich gerne taufen lassen würde. Er war eigentlich im Haus, um ein Gespräch mit meinem Vater und meiner Stiefmutter bzgl. deren Hochzeit zu führen.
Ich dachte schon lange über das Thema (Glaubens-)Taufe nach, und ergriff die Gelegenheit beim Schopfe, als dieser Mann sich in unseren vier Wänden befand: my Sanctuary halt.
Mein damaliger Aufzug führte dann in der Einführungsrede des gleichen Pastors anlässlich meines öffentlichen Bekenntnis zu einen guten, aber liebevollen Lacher der anwesenden Gemeindemitglieder ("...der erste Täufling, der seinem Wunsch nach Taufe im Schlafanzug bekundet hatte...").
Als Täufling (m)einer baptistischen Gemeinde trägt man gleich den Babys der Landeskirchen ein weißes Taufkleid. Und weiße Söckchen ("...und die Socken bitte nach der Taufe wieder zurückgeben...").
Über den langatmigen Gottesdienst weiß ich nicht viel interessantes zu berichten. Die Taufe selbst war im lauwarmen Wasser schnell geschehen. Ich frage mich heute noch, ob die Worte des Pastors ("Gott hat großes mit dir vor") nur eine Standardfloskel, ein gut gemeinter Wunsch oder eine Verheißung waren. Egal. Klitschnass verließ ich das Taufbecken, ging die Treppe in den Umkleideraum empor und fand hinter der Tür des Umkleideraums eine kleine Blechpfanne vor, in der man die nassen Sachen ausziehen und liegenlassen sollte. Ich ließ also alles fallen und zurück. Auch die ("bitte zurückgeben, Sohn") Socken. Nachdem ich mich wieder abgetrocknet, geschniegelt und gestriegelt hatte, fielen mir auch "meine" Socken ("Liieber Bruder, was hast du aus den dir anvertrauten Paar Socken gemacht?") dann doch wieder ein. "Oh nein, die Socken", dachte ich, während ich mich der nassen Pfanne näherte, in der mich eine Wasserpfütze sowie ein klatschnasser Berg Stoff erwartete, unter dem irgendwo auch mein Söckchen begraben waren. Ich hob den triefenden Stoff des Taufkleides an, der sich nur schmatzend und zäh vom Boden der Pfanne löste. Dieser so erzeugte Sound erinnerte fatal an Sumpf, Schmodder und Schleim. Was ich im Bezug auf meinen "alten Menschen", den ich ja per Taufe zurückließ, sehr passend fand. "So muss sich mein häßlicher und sterblicher Rest anhören, so und nicht anders", empfand ich aus ganzem Herzen, während ich die Socken griff und den Stoff wieder fallen ließ, der dann wie ein Schatten meiner abgelegten Vergangenheit trostlos in sich zusammenfiel.
Der Gottesdienst zog sich anschließend mühsam seinem Ende entgegen, endete mit einem Buchgeschenk und vielen Glückwünschen (wozu eigentlich?)
Familie Knubbelduck fuhr dann einer Einladung folgend zum Mittagessen nach Fischerhude. Hier hätte die Story ihr Ende finden könnnen, wenn nicht aus heiterm Himmel noch etwas passiert wäre:
Am Nachmittag stand ich nämlich unvermittelt für eine kurze Ewigkeit unter Strom / Energie, Kraft & Frieden. Ausgefüllt und pulsierend.
Leider vermag ich nicht genauer zu beschreiben, was mit mir geschah. Allein, mir verschlug es völlig die Sprache. Niemals zuvor, niemals danach habe ich ähnliches empfunden.
Was es war - ich weiß es nicht. Auch wenn es eine naheliegende Antwort gibt.
Und jeder, der dabei auf "Autosuggestion" o.ä. tippt, liegt meilenweit daneben.Thats for sure. Honestly.
"Some say this life I live is only foolishness
No waiting pot of gold in the faith that I possess"
(Fools Gold, Petra)
Freitag, 16. Juli 2004
Zuhause ist es doch am schönsten?
Nach drei langen Tagen des ängstlich-hoffenden Wartens las ich heute morgen im Bremer Käseblatt den Artikel "Die spinnen jetzt wohl total bei der Post" und fürchtete aufgrund eigener leidvoller Erfahrungen mit diesen gelben Pfuschern das Schlimmste. 11 Stunden Arbeit später bin ich dann mit angespannter Miene vorsichtig in den Hausflur geschlichen, so als würde bei einer hastigen oder lauten Bewegung jegliche für mich hinterlegte Postsendungen sich lauthals explodierend in Luft auflösen. Dummer, schizophrener Claus, ich.
In der hintersten Ecke lag er aber dann: mein Musikwürfel!
War das eine Freude. Ich schnell das Paket geschnappt, in meine Wohnung gestürmt, Paket aufgeschnitten und jubelnd die CDs entnommen. Diese noch in Jacke und Schuhen minutenlang bewundert, betastet, bestaunt. Lauter kleine Schätze.
Danke an alle Teilnehmer. Ihr seid die Größten! :o)
Nachdem ich jetzt 10% gehört habe, fühle ich allerdings den starken Drang, zwischendurch wieder mal meine CD abzuspielen.
Seltsam, aber so ist es irgendwie. Man hat soviel Arbeit reingesteckt, so oft probegehört, auch zwischendrin mal alles leicht genervt zur Seite gelegt ("ich kann es einfach nicht mehr hören, Teufel auch!") um es dann einen Tag später doch wieder liebevoll in den Händen zu halten.
Es fühlt sich so "richtig" an, die eigenen Tracks zu hören.
Ich erklär mir mein Verhalten momentan so, dass man nach jeder Probe (Wein, Speisen etc.) immer etwas zu sich nehmen muss, dass die Geschmacksknospen wieder justiert.
Ich bekam ein Paket. Große Freude. Und meine Musik ist für mich wie Brot. Claus Brot.
Hm. Müsste dass dann gebacken nicht so aussehen:
???
Ächz.
Santa Claus Brot.
Vorhang, bitte.
Danke.
Donnerstag, 15. Juli 2004
Heute kommen Sie auf Ihre Kosten
sagte der Sneak-Preview Ankündiger.
Es gab dann einen russischen Arthaus-Film (Father and Son)
im Oginalton mit deutschen Untertitel, serviert in schwuler Ästhetik und Weichzeichneroptik. Für sowas lebe ich ja. Doh!
Fühlte mich hinterher an den klassischen Verkäufer aus Lucky Luke-Heften bzw. den 08/15-Western erinnert: Vekäufer: "Kaufen Sie dieses Mittel, es hilft gegen Magenschmerzen..." Zuhörer aus dem Publikum: "Ich brauche was gegen eingewachsene Fußnägel." Verkäufer: "...und VOR ALLEM gegen eingewachsene Fußnägel!".
Kurz und gut: da gehst du einmal im Jahr wieder in eine Sneak, und dann gibt es einen Universalfilm: Hilft swohl als Schlaf- wie auch als Brechmittel.
Und ein dickes Paket voll Musik habe ich heute auch nicht bekommen. Und es hat geregnet. Bääh!
Dienstag, 13. Juli 2004
Die modernen Pharisäer der Tierwelt
Das sind diese
dämlichen Tauben,
die Ihrem Nachwuchs erzählen,
dass ein erfülltes Leben
als ZUGVOGEL
möglich ist,
jedoch nur
in Bahnhofshallen.
Diese Viecher
haben mich
heute
in Hamburg
an verschiedenen Orten
im Hbf
gleich zweimal
nur denkbar knapp
mit ihrem Kot
verfehlt.
"Aber ich brauche euch doch gar nicht, um mich in Hamburg beschissen zu fühlen. Ich komme aus BREMEN!"
;)
Um der Ehrlichkeit genüge zu tun: sooo schlimm war es dann doch auch nicht.
Ist immerhin ein gutes Gefühl, wenn man gleich zweimal vor den "Segnungen" dieser gurrenden Pharisäer verschont wurde.
:o)
Montag, 12. Juli 2004
Ein kleiner Freudequell bei der täglichen Arbeit
Wer auch immer sich diesen schnuffeligen Freund (tm) ersonnen hat:

DANKE! DANKE! DANKE!
Die einzig wirkich gelungene Funktion eines ominösen Office-Paketes (tm).
Heute hat mich z.B. Excel (tm) in den Wahnsinn getrieben, als eine Tabelle sich weigerte, nach unten zu scrollen. Die erste von 'zig Seiten blieb & bleibt permanent sichtbar. Keine Fixierung oder sonstige Filterung zu erkennen. Dann kämpft der gewöhnliche Wald- und Wiesenclaus eine kleine Ewigkeit, wird zunehmend unausstehlicher und erspäht plötzlich wieder die virtuelle Katze, wie sie sich grade ihr gelbes Pixelfell sauber schleckt.
Und für den Bruchteil einer Ewigkeit bleibt der Blick gebannt vor Seeligkeit (trotz Excel, trotz Arbeit, trotz Regen) am Bildschirm hängen.
Getoppt wird diese meine Verzückung übrigens nur noch von Werken dieser wundervollen, einzigartigen und unerreichten Dame:

Stilvoll, witzig und xxxelxxEgxAnt.
PS:
Fragen Sie Ethel!
;)
Sonntag, 11. Juli 2004
Das müssen Sie wirklich mal gesehen haben
von Sven K. habe ich mir diesen Link gemopst:
This land is my land.
Wer Zeit und eine schnelle Internetverbindung besitzt, darf sich dieses Lied samt Animation einfach nicht entgehen.
Warum? Weill Kerry drei Purple Hearts besitzt!
;)
Samstag, 10. Juli 2004
Haben Sie eventuell ebenfalls
den Glauben an die Politiker unserer Zeit
und deren Versprechen verloren?
Dann vergessen Sie ab sofort bitte den
Wahl-o-mat und schwenken Sie um auf die neueste Errungenschaft der Forschung, den
GlaubsoderGlaubsnicht-o-mat.
Mein Top-Ergebnis war übrigen eine Punkt-Ziel-Landung:
1. Mainline - Conservative Christian Protestant (100%)
2. Eastern Orthodox (93%)
3. Roman Catholic (93%)
4. Orthodox Quaker (92%)
5. Seventh Day Adventist (90%)
6. Mainline - Liberal Christian Protestants (73%)
7. Church of Jesus Christ of Latter-Day Saints (Mormons) (54%)
8. Hinduism (54%)
9. Orthodox Judaism (47%)
10. Jehovah's Witness (45%)
11. Sikhism (44%)
12. Christian Science (Church of Christ, Scientist) (43%)
13. Islam (42%)
14. Liberal Quakers (41%)
15. Unitarian Universalism (38%)
16. Bahá'í Faith (33%)
17. Mahayana Buddhism (32%)
18. Theravada Buddhism (31%)
19. Jainism (28%)
20. Scientology (28%)
21. Reform Judaism (28%)
22. New Thought (25%)
23. Neo-Pagan (23%)
24. New Age (19%)
25. Non-theist (19%)
26. Secular Humanism (16%)
27. Taoism (14%)
Neros vergessene Kinder
Folgendes Szenario:
Sie brennen einen Sampler.
5 bis 10 sichere Kandiaten wandern husch, husch, husch ins Lande Kusch.
Also via Nero ins das Verzeichnis mit den zu brennenden Titeln.
Und dann fallen Ihnen noch ein paar wirklich passende Songs ein, die Sie dann allerdings trotzdem lieber noch einmal vorher probehören.
Ein bis zwei Titel fangen dann am Anfang so gut an oder klingen in der Mitte wirklich superb bzw. haben ein so wunderbares Ende.
Allein, Sie werden nicht verwendet.
"Das kann ich nicht nehmen"
"Das wird wohl niemand verstehen"
"Das passt dann doch nicht"
"Dieses Teilstück mit dem Schlumpfgesang verdirbt einfach alles"
"Das klingt jetzt wiklich zu billig, wenn man es öfter als einmal hört"
Diese armen Stief-Songs gehen dann wieder zurück auf Ihren Platz, erneut ob soviel Ablehnung völlig deprimiert.
Kann eine gefährliche Mischung ergeben, wenn sie dann auf einen depressiven Song treffen, der sich in virenverseuchte Gebiete der Festplatte absetzen will.
Also, Schluss damit, sage ich. Geben wir diesen Songs wieder etwas Würde zurück. Unterstützen Sie diese ärmsten der Armen.
Hier meine Top-3 Vorschläge:
- erstellen Sie auf dem nächsten Sampler ein Hidden Track, exklusiv reserviert für einen abgelehnten Song
- kreieren Sie doch mal mit den Versager-Songs einen "ich habe euch trotzdem lieb"-Sampler. Dafür müsste es doch in Ihrem weiteren Bekanntenkreis genügend Empfänger geben (der ungeliebte Schwager, der herzlose Stiefvater, die nervende Bekannte)
- outen Sie sich im Bekanntenkreis, bei der nächsten Party oder auf Ihrem lokalen Marktplatz ebenfalls lautstark als nicht perfekt, spielen Sie anschließend selbstständig (instrumental oder acapella) einen bisher immer verworfenen Song nach. Nehmen Sie dieses Spektakel auf und fügen Sie es mit dem original Song zusammen dem nächsten Sampler bei. Unser kleiner original Song wird durch den Kontrast / Vergleich dadurch wesentlich mehr Zuneigung bekommen als er es jemals gewohnt war.
Helfen Sie mit, der Welt wieder ein freundlicheres Antlitz zu geben. Danke.
