Dienstag, 18. März 2014
Wahnsinn
Putin holt die Krim heim ins Reich.
Der Rest der Welt wird demonstrativ zum Papiertiger.
Wunderbar.
Klar, das vorher alle, na gut, fast alle, fleissig am Abrüsten waren.
History repeats itself.
Vielen Dank an alle Verantwortlichen...
Samstag, 22. Februar 2014
Happy birthday, liebes Blog
10 Jahre sind jetzt rum, und wir beide sind immer noch hier.
Gerupft vieleicht, ja, aber immerhin.
:)
Freitag, 24. Januar 2014
Wehmütiger Abschied
- 30 -
...
wenn die Dampfschlepper sich auch noch so tapfer
durchs Wasser kämpften, die Zeit nicht mehr fern
sein wird, wo sie von den Motorschleppern ganz
verdrängt werden.
Das war mein letzter Abend an Bord. Noch
einmal ließ ich die 8 Tage, die ich hier auf dem
Schiff verleben durfte, an mir vorübergleiten. Welch
schöne und interessante Reisetage waren das doch ge-
wesen! Zum letztenmal betrachtete ich wehmütig
"mein" Schiff und ging dann in die Kajüte, um
meinen "Seesack" zu packen, denn morgen ging's
wieder nach Hause.
Mit einem kräftigen Händedruck verabschiedete
mich der Schiffer und lud mich ein, in den näch-
sten Jahren wieder einmal eine Reise mit ihm zu
machen. Ich freue mich jetzt schon darauf und
werde von seiner Einladung bestimmt Ge-
brauch machen.
29 <--- Ende.
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Nachzutragen bleibt, das der Autor nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann auf die M.S. Henni zurückkehrte,
die Schifferschule besuchte,
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und zahllose weitere Fahrten mit der M.S. Henni unternahm,
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bevor er dann später aus diversen Gründen zur Bank zurückkehrte.
Mir, dem Jahrzente später seine Aufzeichnungen in die Hand fiel, hat es viel Freude bereitet, hier seine Erlebnisse einmal für die Nachwelt zu veröffentlichen. Auch wenn der Abschluß jetzt doch wieder große Traurigkeit hervorgerufen hatte. Aber das wird gleich auch wieder vorbeigehen, und danach freue ich mich einmal mehr auf das Wiedersehen.
Sonntag, 19. Januar 2014
Tennebaum
- 29 -
...
wurden, um hinten eine neue aufzusetzen. Der
Schiffer wollte auch
noch den Tennebaum
um 60 cm erhöht
haben, um tiefer
abladen zu können.
Acht Wochen mußte
hier jetzt schwere
und schmierige Arbeit geleistet werden. Horst kam
da gut von weg. Er mußte jetzt die Schifferschule
in Petershagen besuchen.
Wie heulte auf einmal die Werftsirene! Erleichtert
wischten sich die Werfarbeiter den Schweiß von der
Stirn. Es war Feierabend! In diesem Moment tippte
der "Alte" an meine Schulter und wies mit seinem
Pfeifenmundstück auf den Schleppzug "Rudolf
Tewes", der sich langsam mit seiner schweren
Last durchs Wasser
quälte. Wie langsam
er doch vorwärts
kam! Ich war der-
selben Meinung wie
der Schiffer, daß,
28 <--- ... --> 30

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Montag, 13. Januar 2014
Werremündung
- 28 -
...
"M. S. Karlstein", der gerade mit Getreide ange-
kommen war, gleich weiterlöschen. Die Weser fuhren
wir jetzt talwärts
bis zu Werremün-
dung - Rehme -, wo
wir die "M. S. Henni"
wenden konnten.
Dies war die günstigs-
te Stelle dazu. Wir
mußten die Weser
wieder ein kleines
Stück bergwärts fahren,
ehe wir bei der Werft
den Anker ins Wasser
rasseln lassen konn-
ten. Morgen sollten
die Monteure begin-
nen, den Motor zu
überholen - dies
muß alle zwei Jahre
geschehen - . Ferner
sollte die mittlere
Kajüte abgerissen
27 <--- ... --> 29
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Freitag, 10. Januar 2014
In bester Stimmung
- 27 -
...
nahm. Die "M. S. Henni" bugsierten wir an die Kai-
mauer neben dem Getreidesilo. Außer uns lag kein
anderes Schiff im Hafen. Das paßte uns ganz gut,
dann konnten wir am nächsten Morgen gleich an-
fangen zu löschen. Der Schiffer und seine Frau gin-
gen noch ins Kino und der Matrose - ich weiß nicht
genau, wohl zu seiner Braut. Denn es heißt ja, die
Schiffer haben in jedem Städchen ein Mädchen.
Wir beide waren jedenfalls froh, daß wir pennen
konnten. Zwei Nächte hatten wir bloß fünf Stun-
den Schlaf gehabt.
Wir waren am anderen Morgen wieder schön
frisch und waren in bester Stimmung, während
der Matrose - wir haben uns beide kaputtgelacht -
versuchte, seinen Kater von gestern abend mit kal-
tem Wasser zu vertreiben. Dann ging alles schnell.
Der Zollbeamte
nahm die Plomben
ab, und am Mittag
waren wir soweit,
daß wir zur Werft
fahren konnten.
Jetzt konnte der
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Donnerstag, 9. Januar 2014
Fettiges Segel
- 26 -
...
etwas Feuerholz für die Küche zu holen. Hier gab's
viel zu sehen. Ich schnüffelte alles durch. Erstaunt
fragte ich Horst, was sie mit diesem fettigen Segel
machten, daß ich in der äußersten Ecke gefunden
hatte. Da wurde ich gewahr, daß es zum Abdichten
eines Lecks gebraucht wird, wenn das Leck für die
Leckschrauben zu groß ist. Der Schiffer sagte mir
nachher, als wir uns darüber unterhielten, daß sie
früher, als er noch als Schiffsjunge fuhr,
auch einmal ein großes Leck gehabt hätten. Aber da
sie das Lecksegel verlegt hatten, preßten sie eine
Speckseite darauf, die den gleichen Zweck erfüllte.
Man muß sich in der Not eben zu helfen wissen.
Es wurde schon dunkel, und wir schalteten die
Positionslampen an. Hoffentlich schafften wir es
noch bis Rinteln, ehe es ganz Nacht würde. Kurz
vor dem Rintelner Hafen schmissen wir den
Hamburger los, der
jetzt wieder solange
warten musste, bis
ein anderes Schiff
ihn ins Schlepptau
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